Heute ist der 5.06.2026 und der Klimawandel ist ein Thema, das uns alle beschäftigt. In den letzten Jahren hat sich viel getan, aber auch viel verändert. Besonders im Hinblick auf unsere Kulturerbestätten wird es immer brenzliger. An dieser Stelle sollte man die bevorstehende Tagung nicht aus den Augen verlieren: Am 19. Juni 2026 findet in der James-Simon-Galerie eine zweitägige Konferenz mit dem Titel „Welterbe im Klimawandel“ statt. Von 09:00 Uhr bis 15:30 Uhr werden Fachleute zusammenkommen, um über die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS 2024) zu diskutieren.

Die Veranstaltung hat sich zum Ziel gesetzt, den Schutz der 55 UNESCO-Welterbestätten und 8 UNESCO-Geoparks in Deutschland zu fördern. Dabei geht es nicht nur um eine schlichte Aufzählung von Maßnahmen, sondern um die konkrete Entwicklung von Klimaanpassungskonzepten bis 2030. Das Bundesumweltministerium koordiniert das Ganze, und es wird ein intensiver Austausch zur Bewertung des aktuellen Sachstands und der Bedarfe beim Schutz der Welterbestätten stattfinden. Hier gilt es, nicht nur zu analysieren, sondern auch ganz konkret Maßnahmen und Umsetzungsschritte zu definieren.

Ein dringendes Anliegen

Die Gefahren, die der Klimawandel für unsere Kulturerbestätten mit sich bringt, sind nicht zu unterschätzen. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass 80 Prozent der Welterbestätten unter Klimastress stehen. Alte Baumaterialien, wie Holz und Stein, können sich kaum an steigende Temperaturen anpassen – das ist schon fast tragisch. Besonders gefährdete Orte, wie die Zikkurat von Ur im Irak oder die Ruinen der antiken Stadt Babylon, sind Beispiele für die Verwundbarkeit unseres kulturellen Erbes. In Babylon schädigen hohe Salzwerte die Bausubstanz, während die Zikkurat mit Erosion und salzhaltigem Grundwasser kämpft.

Und dann sind da noch die Moscheen von Isfahan im Iran, die durch sinkende Grundwasserspiegel und extreme Temperaturen instabil werden. Das UNESCO-Welterbe ist also nicht nur ein Titel, sondern auch eine Verantwortung, die wir ernst nehmen müssen. Auch die Moai-Statuen der Osterinsel sind durch den steigenden Meeresspiegel gefährdet. Es ist erschreckend, wie viele dieser einzigartigen Stätten in Gefahr sind. Selbst die Chinesische Mauer, ein Symbol für menschliche Ingenieurskunst, ist von Rissen und Zerfall betroffen – nur etwa 6 Prozent von ihr sind gut erhalten!

Gemeinsam anpacken

Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam anpacken und uns über Lösungen austauschen. Die Tagung in Berlin ist eine hervorragende Gelegenheit dazu. Organisiert wird sie in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Rathgen-Forschungslabor. Anmeldung ist erforderlich – und das nicht ohne Grund, denn die Themen, die hier besprochen werden, sind essenziell für die Zukunft unserer kulturellen Identität.

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Wir müssen uns bewusst werden, dass der Klimawandel nicht nur eine abstrakte Bedrohung ist, sondern ganz konkret unsere Geschichte, unsere Kultur und unser Erbe angreift. Wenn wir nicht rechtzeitig handeln, könnte der Verlust dieser Stätten schmerzhafte Folgen haben, die weit über den Verlust von Steinen und Mauern hinausgehen. Es ist an der Zeit, dass wir uns der Schwere der Situation stellen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die unser Erbe bewahren.