Die letzten Tage haben uns in Europa das Gefühl gegeben, wir leben in einem Ofen. In der letzten Maiwoche 2026 erlebte der Kontinent eine „beispiellose, historische“ Hitzewelle. Temperaturen schossen in vielen Ländern um 10 bis 15 Grad über das übliche Maß hinaus – das ist schon eine Ansage! In Mora, Portugal, wurde am 27. Mai sogar ein neuer Monatsrekord von 40,3 Grad Celsius gemessen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich, besonders für Schwangere und Neugeborene, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Hitze ist nicht nur ein Schweißtreiber, sie kann auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Die Forschung hat ergeben, dass an heißen Tagen das Risiko für Frühgeburten steigt. An Tagen mit moderater Hitze um 2,8 Prozent und an extrem heißen Tagen sogar um 3,8 Prozent. In der Fachzeitschrift „Environment International“ wurde die Studie veröffentlicht, die 36,6 Millionen Sommergeburten in 250 Städten und 13 Ländern zwischen 1979 und 2019 ausgewertet hat. Ein echter Brocken an Daten, der für Aufruhr sorgt!

Besonders vulnerable Gruppen

Vor allem in Spanien, wo die höchste Quote an Frühgeburten zu verzeichnen ist – mit 1.080 pro 1 Million Geburten in der warmen Jahreszeit, besonders in León – müssen werdende Mütter besonders aufpassen. Italien folgt mit 974 und Estland mit 814 Frühgeburten pro Million. Die Schweiz hat mit 628 den niedrigsten Wert, was ein wenig Hoffnung gibt. Doch die Gefahren sind allgegenwärtig. Junge, alleinerziehende Mütter, die oft in prekären sozialen Verhältnissen leben und wenig Bildung haben, sind besonders gefährdet.

Das Risiko für hitzebedingte Frühgeburten liegt zwischen der 31. und 40. Schwangerschaftswoche am höchsten. Hitze kann Gebärmutterkontraktionen auslösen. Außerdem kann sie den Mineralhaushalt durch Dehydrierung stören. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch potenziell schädlich für die Entwicklung des Fötus. Wenn wir bedenken, dass Schwangere durch das Wachstum des Fötus mehr Wärme produzieren und überschüssige Hitze schlechter abgeben können, wird die Situation noch besorgniserregender.

Gesundheitliche Folgen für die Kleinsten

Frühgeborene haben nicht nur ein höheres Sterberisiko, sie können auch lebenslange Gesundheitsprobleme entwickeln. Wie kann es sein, dass wir in einer Welt leben, wo so viele Faktoren, die unser Leben beeinflussen, aus dem Ruder laufen? Hitze fördert Entzündungsprozesse, und das ist das Letzte, was wir für die kleinsten und verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft wünschen. Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass hohe Temperaturen nicht nur ein vorübergehendes Unbehagen sind, sondern gravierende Folgen haben können.

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Zusätzlich spielen soziale und wirtschaftliche Faktoren sowie die Gesundheitsversorgung eine Rolle dabei, wie verletzlich Schwangere auf Hitze reagieren. Wir sollten uns fragen, wie wir als Gesellschaft verhindern können, dass diese Herausforderungen immer größer werden. Es ist höchste Zeit, dass wir uns der Realität des Klimawandels stellen und aktiv werden.

Weitere Informationen finden Sie auf Spiegel.de.