Das Klima ist ein heißes Eisen – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Aktuell sorgt ein Thema für Aufregung in der Klimaforschung: Ein übertrieben pessimistisches CO2-Emissionsszenario, das über Jahre hinweg als Schreckgespenst herhalten musste, wurde jetzt aus den Prognosen entfernt. Und was passiert? Kritiker des Klimaschutzes jubeln und interpretieren diese Entscheidung als Bestätigung ihrer skeptischen Ansichten. Verwirrung pur! Was also steckt hinter dieser Entscheidung?
Das besagte Szenario, das laut Experten unrealistisch hohe CO2-Emissionen voraussetzte, stützte sich auf Annahmen, die manchmal geradezu absurd anmuteten. Man stelle sich vor, dass hier der Abbau aller Kohleressourcen, sogar der teuren Kohle aus der Antarktis, als notwendig erachtet wurde. Ein bisschen so, als würde man sagen, wir müssten alle Dinosaurier wieder auf die Erde holen, um den Klimawandel zu stoppen. Über die Jahre meldeten sich immer mehr Forscher zu Wort und kritisierten die irrwitzigen Annahmen. Vor rund neun Jahren begannen sie, die Verwendung dieses Extrem-Szenarios zu hinterfragen. Die Kommunikation der Klimaforschung war dabei – gelinde gesagt – suboptimal: Fälschlicherweise wurde das Szenario als „Business-as-usual-Szenario“ bezeichnet. Das hat nicht gerade zur Klarheit beigetragen.
Ein umstrittenes Entkommen
Die Reaktion der Klimaforscher auf diese berechtigte Kritik war anfangs defensiv. Man könnte sagen, sie schotteten sich ab, und das über Jahre hinweg. Jetzt argumentieren einige, dass die Abschaffung des Szenarios ein Zeichen für Fortschritte im Klimaschutz sei. Aber wie realistisch ist das? Die tatsächliche Korrektur der Klimavorhersagen könnte, so schätzt man, in der Größenordnung von einem Grad Celsius liegen. Das klingt zwar nach einer kleinen Zahl, aber selbst im schlimmsten Fall wird eine Erwärmung von drei Grad Celsius oder mehr bis 2100 erwartet. Das ist alles andere als ein Spaziergang im Park!
Nun könnte man meinen, dass diese Entwicklungen der Glaubwürdigkeit der Klimaforschung einen schweren Schlag versetzen. Und ja, das hat sie auch. Viele Forscher sind sich einig, dass bereits bei niedrigeren Temperaturen gravierende Folgen des Klimawandels zu erwarten sind. Aber wie wird das in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen? Ein gewisses Kommunikationsdesaster hat sich hier definitiv ereignet.
Wissenschaftlicher Konsens und die Notwendigkeit des Handelns
Trotz dieser Kontroversen bleibt ein zentraler Punkt unbestreitbar: Der Klimawandel ist menschengemacht. Das zeigt sich auch in zahlreichen Studien, etwa von Cook und Oreskes. Der wissenschaftliche Diskurs über Einzelprozesse im Klimasystem ist zwar normal und unvermeidlich, daran ändert sich jedoch nichts an der Tatsache, dass die Notwendigkeit schneller Emissionsminderungen besteht. Auch wenn einige Forscher noch offene Fragen zu Teilbereichen haben, der Konsens über die menschlichen Ursachen des Klimawandels ist unübersehbar.
Ein interessanter Aspekt ist, dass Menschen mit weniger Verständnis der Klimaforschung eher dazu neigen, grundlegende Erkenntnisse anzuzweifeln. Das ist ein bisschen so, als würde man in der Kochshow sagen, dass man nicht glaubt, dass Wasser kochen kann – naja, man könnte das mal ausprobieren! Die IPCC-Reports sind eine gute Quelle, um den Stand der Wissenschaft und offene Forschungsfragen zu verstehen. Und die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle gibt es nicht umsonst: Sie stellt Übersetzungen zur Verfügung, damit auch wirklich jeder den aktuellen Stand mitbekommt.
Die Erkenntnisse über den menschengemachten Klimawandel wurden über 30 Jahre getestet und nicht widerlegt. Das ist eine ganz schöne Hausnummer! Auch die Royal Society hat bereits Fragen zum Klimawandel und den Forschungsbedarf zusammengefasst. Das Wissenschaftssystem selbst ermöglicht es, Fehler zu erkennen und zu korrigieren – dank Neugier, Erkenntnisdrang und einem gewissen Konkurrenzkampf unter den Forschern.
Die Klimaforschung steht also vor großen Herausforderungen – aber sie ist nicht umsonst da. Es geht darum, die Erde für kommende Generationen zu bewahren, und das ist ein Ziel, das wir alle anstreben sollten. So bleibt zu hoffen, dass die Kommunikation und die Forschung in Zukunft klarer und verständlicher werden, denn schließlich wollen wir alle in einer lebenswerten Welt leben!