Heute, am 21. Mai 2026, wird es spannend. Die neuesten Erkenntnisse zur Klimaerwärmung bringen frischen Wind in die Diskussion. Eine Forschungsgruppe des World Climate Research Programmes hat sich intensiver mit den schlimmsten und besten Szenarien zum Klimawandel auseinandergesetzt. Und das Ergebnis? Das bisherige Worst-Case-Szenario, das von einem katastrophalen Anstieg der globalen Temperaturen um fast fünf Grad bis zum Ende des Jahrhunderts ausging, wurde als unplausibel eingestuft. Ja, richtig gehört – unplausibel! Aber bevor jetzt jemand aufatmet, sei gesagt: Das bedeutet nicht, dass wir uns zurücklehnen können.
Klaus Ammann, Wirtschaftsredaktor bei SRF, hat die Zusammenhänge sehr gut erläutert. Die Klimawissenschaft arbeitet mit Szenarien, die sich an den gegenwärtigen technologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten orientieren. Ein zentraler Punkt bleibt der Ausstoß von klimaschädlichem CO₂. Der befürchtete Anstieg in der Temperatur könnte nun auf 3,5 Grad bis 2100 geschätzt werden, anstelle der vorherigen 4,8 Grad. Aber auch diese Erwärmung hätte fatale Folgen, das kann niemand bestreiten.
Neue Modelle und Herausforderungen
Die nächste Generation von Klimamodellen berücksichtigt das schlimmstmögliche Szenario nicht mehr. Das macht es nicht weniger dringend, denn Niklas Höhne vom New Climate Institute warnt, dass dies keine Entwarnung darstellt. Die Gefahr, Kipppunkte zu überschreiten, wird als größer angesehen. Es ist also nicht so, als könnten wir uns jetzt zurücklehnen und den sonnigen Tag genießen. Die realistische Bandbreite plausibler künftiger Entwicklungen hat sich in den letzten zehn Jahren verengt, und das ist alles andere als beruhigend.
Erstaunlicherweise hat sich auch der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung schneller erhöht als erwartet. Das ist doch eine positive Nachricht, oder? Auch wenn wir die bestmögliche Prognose gestrichen haben, bleibt die Hoffnung auf radikale Klimamaßnahmen, die uns vielleicht doch noch unter die kritische 1,5-Grad-Marke bringen könnten. Aber selbst optimistische Szenarien gehen davon aus, dass dieser Wert im Durchschnitt übertroffen wird, was uns allen zu denken geben sollte.
Das Pariser Klimaabkommen im Fokus
Das Pariser Klimaabkommen, das am 12. Dezember 2015 beschlossen wurde und 2016 in Kraft trat, ist mehr als nur ein Papier. 195 Staaten haben sich verpflichtet, ihre Treibhausgase zu reduzieren. Ein ambitioniertes Ziel, das uns alle angeht. Jedes Land muss einen nationalen Beitrag einreichen, um seine Klimaschutzmaßnahmen und -ziele zu beschreiben. Doch trotz dieser Verpflichtungen bleibt die Finanzierung von Klimamaßnahmen, insbesondere für Entwicklungsländer, ein zentraler Streitpunkt. Und hier wird’s kompliziert.
Die ersten Warnungen zur Erderwärmung wurden bereits 1971 ausgesprochen. Ja, das ist schon eine Weile her, und trotzdem scheinen wir noch nicht genug getan zu haben. Kritiker bemängeln, dass die nationalen Beiträge nicht ambitioniert genug sind. Und das ist frustrierend! Ein Blick auf die letzten Monate zeigt, dass viele von uns die Durchschnittstemperatur von 1,5 Grad längst überschreiten. Die internationale Zusammenarbeit steht vor Herausforderungen, und es gibt berechtigte Bedenken, dass das 1,5-Grad-Ziel nicht erreicht wird.
Die Forschung mahnt zur Eile, denn wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Wissenschaft sieht keinen plausiblen Weg, die Erwärmung auf unter 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Es bleibt also spannend, und wir müssen alle zusammenarbeiten, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Am Ende zählt jeder Schritt, den wir in die richtige Richtung machen – und diese Schritte müssen jetzt kommen.