Heute ist der 14.06.2026 und die Stadt Bremen mischt ordentlich mit, wenn es um das Thema Entsiegelung geht. Seit 2023 ist die Hansestadt Teil des bundesweiten Wettbewerbs „Abpflastern“. Das Ziel? Flächen von unschönen, versiegelten Böden zu befreien und sie in grüne Oasen zu verwandeln. Da haben private Initiativen die Möglichkeit, die Ärmel hochzukrempeln und selbst Hand anzulegen. Wer hätte gedacht, dass der eigene Garten nicht nur zur Erholung dient, sondern auch das Klima ein Stückchen retten kann?

Die positiven Effekte der Entsiegelung sind vielfältig. Regenwasser kann besser versickern, was bei Starkregen ein Segen ist. Damit wird das Kanalsystem entlastet und Überschwemmungen vorgebeugt. Außerdem sorgen begrünte Flächen für eine willkommene Abkühlung der Luft. Und nicht zu vergessen: neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen. Eine Ingenieurin für Umwelttechnik, Elke Meier von der Bremer Umweltberatung, steht den Bürger:innen beratend zur Seite, wenn es um Förderanträge für Entsiegelung und Dachbegrünung geht.

Psychische Gesundheit durch grüne Flächen

Was viele nicht wissen: Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen der Gestaltung des Wohnumfelds und der psychischen Gesundheit. Studien zeigen, dass eine gute Luftqualität und grüne Flächen das Risiko für Depressionen senken können. Eine Kohortenstudie mit sage und schreibe 335.000 Stadtbewohner:innen in Großbritannien macht deutlich, wie wichtig das ist. Wer in einer grünen Umgebung lebt, hat nicht nur eine bessere Lebensqualität, sondern auch ein geringeres Risiko für psychische Erkrankungen. Besonders Kinder profitieren von grünen Umgebungen – sie haben ein 45 % geringeres Risiko für psychische Erkrankungen im Vergleich zu ihren Altersgenossen in dicht bebauten Gegenden.

Aber das ist noch nicht alles. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) stellen fest, dass klimabedingte Naturkatastrophen zu erhöhten Ängsten und Stresszuständen führen. Das ist in der heutigen Zeit mehr als alarmierend. Die präventiven Maßnahmen, die Bremen ergreift, könnten dem entgegenwirken. Die grüne Infrastruktur in Städten wird als eine Art Lebensretter angesehen. Sie hilft nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen.

Praktische Anreize zur Entsiegelung

Bremen hat zudem das Schwammstadt-Programm ins Leben gerufen, das 30 % der Kosten für Entsiegelung von Privatpersonen erstattet. Seit der Einführung des Programms hat sich die Anzahl der Anfragen zur Entsiegelung mehr als verdoppelt – von 10 Anträgen zwischen 2020 und 2024 auf 24 Anträge seit Programmstart. Das zeigt, dass das Interesse an einem grüneren Lebensumfeld wächst. Zudem werden in Bremen die Abwassergebühren für versiegelte Flächen unter 1.000 Quadratmetern getrennt berechnet, was einen zusätzlichen Anreiz zur Entsiegelung bietet. Wer mehr versiegelte Flächen hat, muss tiefer in die Tasche greifen.

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Erste Bescheide über die neuen Abwassergebühren sollen 2027 verschickt werden, rückwirkend – ein bisschen wie ein Überraschungsei, nur dass die Überraschung nicht immer positiv ausfällt! Aber hey, es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Stadt ein Stück weit grüner zu gestalten und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu fördern.

In Bremen wird also nicht nur über Klimaschutz gesprochen, sondern auch gehandelt. Die Kombination aus Entsiegelung, Förderung von Grünflächen und Bewusstsein für die psychische Gesundheit könnte als Vorbild für andere Städte dienen. Und mit einer Prise Kreativität und Engagement könnten wir alle dazu beitragen, unsere Städte ein wenig heller, grüner und lebenswerter zu gestalten.