Heute ist der 12.06.2026, und die Wettervorhersagen bringen uns nicht nur ins Schwitzen, sondern auch ins Grübeln. Im Tal von Mardale, Großbritannien, hat der Haweswater-Stausee bereits mehr Ähnlichkeit mit einer verdorrten Wüste als mit einem Gewässer. Meteorologen schlagen Alarm: Die Wahrscheinlichkeit für Extremwetter ist gestiegen, und das umfasst nicht nur Hitzewellen, sondern auch heftige Überschwemmungen. Wenn man an die letzten Sommer denkt, kann man sich nur fragen, ob das die neue Normalität wird.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat gerade verlauten lassen, dass wir uns auf ein mögliches El Niño einstellen sollten. Dieses Phänomen, das alle zwei bis sieben Jahre auftritt, könnte in diesem Jahr wieder auftreten. Die Auswirkungen sind global spürbar: Eine Erwärmung der Wasseroberfläche im Pazifik könnte zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur führen, und die Prognosen deuten auf ein rekordverdächtiges Jahr hin. Die WMO-Generalsekretärin, die klipp und klar auf die Notwendigkeit von weltweiten Vorbereitungen hinweist, macht uns klar, dass wir uns in den kommenden Monaten auf Extremwetter gefasst machen sollten.

Die Zeichen deuten auf El Niño

Hohe Meerestemperaturen im tropischen Pazifik sind ein sicheres Zeichen, dass El Niño vor der Tür steht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Klimaphänomen zwischen Juni und August beginnt, liegt bereits bei 80% und könnte in den Wintermonaten sogar auf über 90% steigen. Manche Experten spekulieren bereits über ein besonders starkes El Niño, das nicht nur Dürren, sondern auch Starkregen verstärken könnte. Erinnerst du dich an die letzten starken El Niño-Ereignisse? Das letzte Mal, dass wir so etwas erlebten, war in den Jahren 2023/24 – eines der fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950!

2024 wird als das heißeste Jahr seit der Industrialisierung prognostiziert, mit einer globalen Durchschnittstemperatur, die 1,55 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen könnte. Und das ist noch nicht alles: Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Jahren zwischen 2026 und 2030 ein Jahr eine höhere Durchschnittstemperatur erreicht als 2024, liegt erstaunlicherweise bei 86%. Wenn das nicht alarmierend ist, weiß ich auch nicht weiter.

Indirekte Auswirkungen auf Europa

Obwohl Europa direkt von den Auswirkungen von El Niño weitgehend verschont bleibt, müssen wir dennoch mit indirekten Konsequenzen rechnen. Höhere Preise für Zucker, Kaffee und Kakao könnten uns das Leben schwerer machen, wenn die Ernten im Pazifikraum durch Dürre oder Überschwemmungen leiden. Die Oberflächentemperatur an der Pazifikküste Südamerikas hat bereits alarmierende Werte erreicht. Das warme Wasser, das sich dort staut, könnte uns noch lange beschäftigen. Und ja, das sorgt für ein mulmiges Gefühl.

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Klimaforscherin Friederike Otto warnt eindringlich vor den möglichen extremen Wetterereignissen, die uns bevorstehen könnten. Prognosedaten deuten auf eine weitere Erhöhung der globalen Temperaturen hin, und die Folgen könnten verheerend sein. Wir wissen, dass El Niño als natürlicher Verstärker auf die bereits erhöhte globale Temperatur wirkt. Hitzewellen, Dürren und Waldbrände könnten eine Realität werden, die wir nicht ignorieren können.

Einige Wissenschaftler sprechen sogar von einem „Super-El-Niño“, einem Begriff, der zwar nicht offiziell anerkannt ist, aber oft für besonders starke Ereignisse verwendet wird. Die letzten „Super-El-Niños“ fanden 1997/98 und 2015/2016 statt – und die Auswirkungen waren enorm. Die Stärke eines möglichen El Niño wird von der NOAA jedoch als „sehr unsicher“ eingestuft, und belastbare Einschätzungen sind erst in einigen Monaten zu erwarten. Insofern bleibt uns nur, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und uns darauf vorzubereiten, was kommen mag.