Am 6. Juli 2026 blicken wir auf ein erfreuliches erstes Halbjahr in der Siedlungswasserwirtschaft zurück. Das Bundesministerium hat sage und schreibe 755 Förderprojekte genehmigt, die ein Gesamtvolumen von 78 Millionen Euro umfassen. Wenn man bedenkt, dass diese Summe Investitionen von rund 474 Millionen Euro anstößt, wird schnell klar, wie wichtig diese Maßnahmen für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Österreich sind.

Was genau wird da gefördert? Eine ganze Menge! Die Projekte reichen von der Sanierung von Wasserleitungen über die Errichtung und Erweiterung von Hochbehältern bis hin zur Modernisierung von Kläranlagen. Besonders spannend ist die Regenwasserbewirtschaftung und die Anpassung an den Klimawandel – nicht nur ein Schlagwort, sondern eine absolute Notwendigkeit! Die Bedeutung der Trinkwasserversorgungsprojekte wird dabei nicht übersehen; sie haben höchste Priorität.

Konkrete Erfolge in den Bundesländern

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass 27 Millionen Euro für 353 Projekte zur Trinkwasserversorgung bereitgestellt wurden. Daraus resultiert der Bau oder die Sanierung von 273 Kilometern Trinkwasserleitungen und zusätzlich 24.000 m³ Speichervolumen in Hochbehältern. Das sind beeindruckende Fortschritte! In der Steiermark etwa wird in Sankt Margarethen bei Knittelfeld ein Hochbehälter mit 350 m³ Speichervolumen gebaut, unterstützt durch 300.000 Euro Förderung. In Tirol sorgt ein neues Tiefbrunnenprojekt in Kematen für eine Erweiterung der Trinkwasserversorgung – das alles ist ein Zeichen dafür, dass man die Herausforderung des Klimawandels ernst nimmt.

Doch nicht nur die Zahlen sind beeindruckend. Da gibt es auch die Geschichten hinter den Projekten. In Niederösterreich zum Beispiel investiert die Gemeinde Gresten in Wasserleitungen, Hausanschlüsse und Hydranten – das alles mit einer Förderung von 640.000 Euro. Hier wird ganz klar, dass es um mehr geht als nur um Zahlen und Statistiken. Es geht um die Menschen, die in diesen Gemeinden leben und auf sauberes Wasser angewiesen sind.

Klimawandel und Wasserversorgung

Der Klimawandel hat längst auch die Wasserversorger erreicht. Ein Klimawandel-Check ist inzwischen ein Muss, um Risiken in der Wasserversorgung zu untersuchen. Ziel ist es, den Anpassungsbedarf in der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Wasser zu ermitteln. Das geschieht unter Berücksichtigung des Water-Safety-Plans der WHO und des DVGW-Regelwerks W 1001. Spannend dabei ist die Erhebung der Zahlungsbereitschaft der Trinkwasserkund*innen für solche Anpassungsmaßnahmen. Denn was bringt uns die beste Technik, wenn die Menschen nicht bereit sind, dafür zu zahlen?

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Die Herausforderungen sind riesig. Das Trockenjahr 2018 hat uns vor Augen geführt, wie verletzlich unser Wasserversorgungssystem ist. Lange Trockenperioden und hohe Temperaturen sorgten für Rekordwerte beim Wasserverbrauch. Die Wasserversorger müssen nun dringend prüfen, ob sie über die nötigen Systemreserven verfügen, um auch in Zukunft die Trinkwasserversorgung sicherstellen zu können. Ein starker Handlungsbedarf ist nicht nur ein schönes Wort – es ist eine Notwendigkeit. Die Diskussion über die Priorität der Trinkwasserversorgung vor anderen Nutzungen wird immer drängender.

Und während wir die Erfolge der geförderten Projekte feiern, bleibt die Frage, wie wir diese Entwicklungen auf andere Regionen in Deutschland übertragen können. Die Werkzeuge zur Klimafolgenanpassung sind vorhanden, und die positiven Nebeneffekte wie Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Ressourcenschonung sollten uns anspornen, weiterzumachen. Denn letztendlich ist die Sicherstellung einer verlässlichen Wasserversorgung eine Gemeinschaftsaufgabe.