Die Sommerhitze hat wieder Einzug gehalten, und mit ihr kommen nicht nur die schönen Seiten des Jahres. Während wir uns bei einem kühlen Getränk entspannen, leiden viele Tiere unter der drückenden Wärme. Sowohl Wildtiere als auch Haustiere sind betroffen. Der NABU warnt vor gefährlichen Wassermangelbedingungen, die vor allem Vögeln, Igeln und Insekten das Leben schwer machen. Besonders alarmierend sind die Berichte über austrocknende Wasserstellen in unseren Städten. Die Tiere sind auf diese Wasserquellen angewiesen, um zu überleben.

Die Situation ist ernst: Über 100 neue Pfleglinge müssen täglich im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde aufgenommen werden. Das sind alles Tiere, die aufgrund der extremen Hitze und des Wassermangels Hilfe benötigen. Fledermäuse und brütende Vogelarten wie Haussperling, Mauersegler und Mehlschwalbe sind besonders stark betroffen. Wenn die Temperaturen steigen, klettern Jungvögel aus ihren Nestern und stürzen oft zu Boden, in einem verzweifelten Versuch, der Hitze zu entkommen. Es sind diese kleinen, aber entscheidenden Details, die uns bewusst machen, wie sehr wir die Tierwelt unterstützen müssen.

Wasserstellen einrichten und Schatten schaffen

Was können wir also tun, um den Tieren in dieser schwierigen Zeit zu helfen? Einfache Maßnahmen können einen großen Unterschied machen. Das Aufstellen von Wasserschalen für Wildtiere ist eine der einfachsten und effektivsten Lösungen. Eine saubere Schale an einem ebenen Ort im Garten oder Hof, regelmäßig mit frischem Wasser gefüllt und gereinigt (natürlich nur mit heißem Wasser!), kann Leben retten. Ideal ist ein Platz im Halbschatten, nicht in der prallen Sonne. Und nicht vergessen: Landehilfen für Insekten in Form von kleinen Steinen oder Hölzern können das Ertrinken verhindern.

Für Vögel sind flache Schalen oder Untersetzer als Vogelbäder eine wunderbare Möglichkeit. Diese sollten täglich gereinigt und desinfiziert werden. Am besten platziert man sie in der Nähe von Büschen oder Bäumen, wo die gefiederten Freunde einen Ort zum Entspannen finden können. Auch Insekten können von kleinen Wasserstellen profitieren – flache Schalen, die mit Steinen oder Holzstücken gefüllt sind, bieten den kleinen Krabbeltieren eine sichere Tränke.

Haustiere in der Hitze schützen

Natürlich dürfen auch unsere Haustiere nicht vergessen werden! Sie brauchen ebenso viel Wasser und schattige Plätze. Besonders Hundebesitzer sollten darauf achten, ihre Gassirunden in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Und ganz wichtig: Hunde niemals im Auto lassen! Die Temperaturen können dort schnell auf über 50 Grad steigen, das ist nicht nur unangenehm, sondern lebensgefährlich. Auch Katzen sollten nicht alleine in Räumen mit gekipptem Fenster gelassen werden – sie könnten in ihrer Neugierde einen gefährlichen Ausstieg suchen.

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Frisches Trinkwasser muss immer griffbereit sein, und für Kühlung können kleine Tricks wie ein Hundepool oder vorgekühlte Steinplatten helfen. Wenn man die Tiere beobachtet, merkt man schnell, ob sie unter der Hitze leiden. Starkes Hecheln, Unruhe – das sind Anzeichen, die sofortige Maßnahmen erfordern. Abkühlung mit kühlem Wasser kann helfen, und bei Anzeichen eines Hitzschlags sollte man nicht zögern, einen Tierarzt aufzusuchen.

Naturnahe Gärten für mehr Lebensraum

Ein naturnah gestalteter Garten kann nicht nur ein Rückzugsort für Tiere sein, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle bieten. Weniger Gartenpflege während der Hitzeperioden ist nicht nur sinnvoll, sondern auch hilfreich. Hecken und Sträucher sollten nicht geschnitten werden, und „wilde Ecken“ sind willkommene Rückzugsorte. Längeres Gras und blühende Pflanzen helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und die Umgebung zu kühlen. Mehrere Wasserstellen im Garten, kleine Teiche oder Mini-Biotope können zusätzlich Lebensräume für viele Tierarten schaffen.

In diesen heißen Zeiten liegt es an uns, den Tieren zu helfen und ihnen einen kühlen Kopf zu bewahren. Es sind die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen können. Wenn wir alle nur ein wenig tun, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Tierwelt auch in den heißesten Monaten einen Platz findet, an dem sie leben und gedeihen kann.