Heute ist der 23.07.2026 und die Diskussion über unsere Ernährung wird immer drängender. Die EAT-Lancet Kommission hat kürzlich ihre Planetary Health Diet vorgestellt – ein Konzept, das nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die unseres Planeten schützen soll. Diese Diät fordert einen drastischen Anstieg des Verzehrs von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten, während der Konsum tierischer Produkte auf etwa ein Viertel der derzeitigen Menge reduziert werden soll. Klingt nach einer großen Umstellung, oder? Tatsächlich könnte diese Ernährungsweise bis zu 15 Millionen vorzeitige Todesfälle jährlich vermeiden und gleichzeitig die Emissionen signifikant senken. Ja, richtig gehört! Unser aktuelles Ernährungssystem verursacht bereits rund ein Drittel aller Treibhausgasemissionen. Das ist nicht nur alarmierend, sondern auch ein klarer Weckruf.

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird: Die Hälfte der bewohnbaren Landfläche wird landwirtschaftlich genutzt – und das hauptsächlich für die Viehzucht und den Anbau von Tierfutter. Das bedeutet, dass ein Drittel der produzierten Lebensmittel einfach im Müll landet. Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird sich die Anzahl der Tiere für die Fleischproduktion weiter erhöhen und damit auch die Umweltbelastungen. Eine Studie von der Cornell University und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat zwei Szenarien bis 2050 verglichen: das „Business-as-usual“-Szenario und ein Transformationsszenario. Während das erste zu steigenden Tierzahlen und größeren Anbauflächen führt, könnte das Transformationsszenario die landwirtschaftliche Flächennutzung um 6-7% senken und sogar 10% Weideland freigeben. Das klingt doch vielversprechend!

Weg zur Transformation

Die Umstellung auf die Planetary Health Diet könnte bedeuten, dass wir die Viehwirtschaft auf das Niveau der 1990er Jahre zurückführen und den Produktionswert der Tierhaltung um 60% senken. Gleichzeitig würde der Wert von Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten um 23% steigen. Und das Beste? Die Emissionen könnten bis 2050 um mehr als 75% sinken – eine drastische Reduktion! Methan- und Lachgas-Emissionen würden um ein Drittel zurückgehen. Doch dafür benötigt es eine proaktive Agrar- und Ernährungspolitik, die den Wandel aktiv und fair gestaltet. Ein bisschen wie beim Schachspielen: Ohne die richtigen Züge wird das Spiel nicht gewonnen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat bereits ihre Empfehlungen angepasst, indem sie die Mengen an Fleisch und Milchprodukten reduziert hat. Aber hier kommt der Haken: Aktuelle Subventionen in der EU begünstigen immer noch tierische Produkte, während Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte künstlich verteuert werden. Ziemlich schräg, oder? Die Empfehlungen des Bürgerrats Ernährung von 2024 sind in der Agrarpolitik nicht wirklich aufgegriffen worden, und wir sehen Rückschritte im Naturschutz und in der Agrarpolitik. Da braucht es dringend ordnungspolitische Maßnahmen, Subventionsreformen und Anreize für Erzeuger und Verbraucher, um die dringend notwendige Ernährungswende voranzutreiben.

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

Um auf eine nachhaltige Ernährung umschwenken zu können, sind auch nachhaltige Landwirtschaft und umfassende politische Rahmenbedingungen unerlässlich. Die ökologische Intensivierung nutzt agrarökologische Methoden wie Mulchen und pfluglose Bodenbearbeitung sowie technische Innovationen wie smarte Bewässerungssysteme. Zudem wird der Anbau von Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse und Obst in Deutschland durch die Eiweißpflanzenstrategie des BMLEH gefördert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung! Und wusstet ihr, dass nur 2% der Haselnüsse in Deutschland produziert werden? Es gibt also noch viel Potenzial, um regionale Anbauprojekte zu unterstützen.

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Ein weiterer spannender Punkt: Die Initiative „Cooking For Planetary Health“ wurde von der EAT-Lancet-Kommission ins Leben gerufen, um Köchinnen, Köche und die Lebensmittelindustrie in ihrer Rolle zu stärken. Schließlich können auch Bildungsprogramme helfen, das Ernährungsangebot nachhaltig zu beeinflussen. Städte wie London haben bereits seit 2016 Ernährungsstrategien entwickelt und damit messbare Erfolge erzielt. Das zeigt, dass es möglich ist, Veränderungen zu bewirken!

Ein deutsches Forschungsprojekt plant, bis 2025 eine Roadmap zur Förderung nachhaltigen Wirtschaftens zu entwickeln, gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Ziel ist es, die Lebensmittelabfälle um mindestens 50% im Vergleich zu heute zu reduzieren. Wenn das nicht nach einem Plan klingt, der uns allen zugutekommt! Die Herausforderungen sind groß, doch die Möglichkeiten sind es auch. Umso wichtiger ist es, dass wir alle an einem Strang ziehen – für unsere Gesundheit und die des Planeten. Es bleibt spannend!