Hitze, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt – und das im doppelten Sinne. Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt, wird nicht nur das Freibad zum beliebten Ziel, sondern auch das Risiko für Nierensteine nimmt zu. In Deutschland, wo das Thermometer teils Rekordwerte erreicht, könnte das ein echtes Problem werden. Laut der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) ist die Häufigkeit von Nierensteinen in Industrienationen zwischen 5 und 11 %. Bei uns ist das nicht anders: Im Jahr 2024 wurden über 113.000 Menschen aufgrund von Nierensteinen im Krankenhaus behandelt. Aber was steckt wirklich hinter dieser unangenehmen Realität?
Nierensteine entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren – und die Hitze ist einer der Hauptakteure. Wenn wir schwitzen und nicht genügend Flüssigkeit zu uns nehmen, führt das zu weniger Urin und einer höheren Konzentration steinbildender Substanzen. Besonders im sogenannten „Steingürtel“, der heiße Regionen rund um den Äquator umfasst, sind Harnsteine weit verbreitet. Komischerweise könnte der Klimawandel diesen Gürtel nach Norden erweitern, was auch in Deutschland zu einer Zunahme der Nierenstein-Erkrankungen führen könnte. Die DGfN empfiehlt daher, täglich etwa 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen, besonders in der warmen Jahreszeit. Das klingt nach einer Menge Wasser, doch es gibt auch schmackhafte Alternativen wie ungesüßten Tee oder dünne Saftschorlen!
Die Hitze und ihre Folgen
Hitze ist nicht nur ein Risikofaktor für Nierensteine, sondern auch für viele andere Gesundheitsprobleme. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet den Klimawandel als „die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit“. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat das Thema Hitze in Deutschland ganz oben auf der Agenda. Hier denkt man nicht nur an die körperlichen Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch an die psychischen Belastungen, die durch extreme Temperaturen entstehen können. Stress, Angstzustände und sogar Depressionen sind mögliche Begleiterscheinungen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen. Die Hitze macht also nicht nur schlapp, sie kann auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen!
Wenn man darüber nachdenkt, wird einem klar, dass der Klimawandel weitreichende Konsequenzen hat. Die Zunahme von Extremwetterereignissen – seien es Hitzewellen oder Starkregen – hat direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Aber auch indirekte Faktoren spielen eine Rolle. Zum Beispiel kann die Qualität von Trinkwasser beeinträchtigt werden oder Allergene wie Pollen können länger und intensiver auftreten. Wer hätte gedacht, dass das Wetter so viele Facetten hat? Es ist ein bisschen wie ein ungebetener Gast, der immer wieder vorbeischaut und selbst die kleinsten Feierlichkeiten stören kann.
Vorsicht ist besser als Nachsicht
Ein weiterer Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte, sind die Risikofaktoren für Nierensteine: Übergewicht, Bewegungsmangel und eine unausgewogene Ernährung sind nur einige davon. Wer zu viel Oxalat, Kalzium, Salz oder Vitamin C und D konsumiert, spielt mit dem Feuer. Die Rückfallrate bei Nierensteinen liegt bei bis zu 50 %. Das heißt, es ist nicht nur einmalig, sondern kann zu einer regelrechten „Steinproduktion“ werden. Und wenn man dann plötzlich mit krampfartigen Schmerzen da sitzt, ist der Spaß vorbei. Die Symptome, wie plötzlicher Harndrang oder gar Blut im Urin, sind alles andere als angenehm.
Deshalb ist es entscheidend, dass wir uns der Risiken bewusst sind und proaktiv handeln. Das RKI arbeitet daran, die Auswirkungen von Hitze zu erfassen und zu analysieren. Wenn wir die Steinzusammensetzung untersuchen und die Therapie entsprechend anpassen, können wir das Risiko erheblich senken. Ein kleiner Lichtblick in der Hitze – und ein Grund mehr, um sich um sein Wohlbefinden zu kümmern!
Am 11. Juni 2026 findet der Hitzeaktionstag statt, an dem sich Organisationen und Kommunen zusammenschließen, um auf Gesundheitsrisiken durch extreme Hitze aufmerksam zu machen. Es ist wichtig, dass wir alle mit einem kühlen Kopf und viel Wasser ausgestattet sind, um der Hitze die Stirn zu bieten!