Am 25. April 2026 versammelten sich in Salzburg engagierte Bürgerinnen und Bürger am Alten Markt, um ein starkes Zeichen für eine wirksamere Klimapolitik zu setzen. Die Aktion, die von den Bewegungen Fridays for Future, Grandparents for Future, Religions for Future und Scientists for Future initiiert wurde, verdeutlichte die Dringlichkeit des Themas. Koordinator Hans Holzinger machte unmissverständlich klar, dass geopolitische Verwerfungen oftmals ökologische Fragen in den Hintergrund drängen – und dass die Zeit für eine effektive Klimapolitik drängt.
Um fünf vor zwölf Uhr ertönten die Handywecker der Teilnehmenden, ein symbolisches Signal, das die Dringlichkeit der Klimakrise unterstrich. Musikalisch umrahmt von der Country-Gospel-Band der evangelisch-methodistischen Kirche Salzburg, wurde die Aktion zu einem bunten und eindringlichen Aufruf an die Politik. Pfarrerin Barbara Wiedermann forderte lautstark Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Natur. Ihre Botschaft hallte durch die Gassen: Der Schutz der Schöpfung ist nicht nur eine Pflicht, sondern eine Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
Die Religions for Future spannten während der Aktion ein Netz für Schöpfungsverantwortung, um die Verbundenheit mit allen Geschöpfen und der Natur zu betonen. Dorothee Büürma, ebenfalls von Religions for Future, zitierte die Grundsatzerklärung der Initiative, die den einzigartigen Wert des Ökosystems Erde hervorhebt. Sie sprach über die Verantwortung, im Einklang mit der Natur zu leben und für zukünftige Generationen zu sorgen.
Die Grandparents for Future luden die Anwesenden ein, die Vornamen ihrer Kinder und Enkel auf Stoffbahnen zu schreiben, um ein Klimaschutzgesetz zu fordern. Roswitha Gucher von dieser Initiative hob die Verantwortung hervor, die wir gegenüber den kommenden Generationen tragen. Die Fridays for Future diskutierten unterdessen über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung für den Klima- und Tierschutz und machten auf die hohen Schlachtzahlen in Österreich aufmerksam.
Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Schulterschluss
Die Scientists for Future informierten über ihre Forderungen an die Landesregierung Salzburg und präsentierten ein eindrucksvolles Banner zur globalen Erwärmung. Jens Blechert, ein Sprecher der Wissenschaftler, verwies auf einen Rechnungshofbericht, der mehr Klimaschutzmaßnahmen fordert und verlangte schnellere Fortschritte bei der Energie- und Mobilitätswende. Diese Aktion war nicht nur ein Zeichen des Protests, sondern auch Teil der Salzburger Aktionstage „Aufbruch! Für ein gutes Leben für alle“, die die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Zivilgesellschaft feierten.
Die Bewegung Fridays for Future hat ihren Ursprung in den Schulstreiks, die 2018 von Greta Thunberg ins Leben gerufen wurden. Ihr Ziel, das Klimaabkommen von Paris umzusetzen, hat sich mittlerweile global verbreitet. Jeden Freitag gehen Tausende Schüler*innen auf die Straße, um für eine bessere Klimapolitik zu kämpfen. Diese Mobilisierung zeigt, wie wichtig das Thema Klimaschutz ist, nicht nur für heute, sondern auch für die Zukunft. Die Forderungen sind klar: Die Politik muss die Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5 °C-Ziels einhalten. Aktionen werden konkreter, die Bündnisse breiter und die Unterstützung aus der Wissenschaft wächst stetig.
Gemeinsam kämpfen Menschen verschiedenster Generationen und Hintergründe für eine gerechtere und nachhaltigere Welt. Die Veranstaltung in Salzburg ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass gesellschaftliches Engagement und wissenschaftliche Expertise Hand in Hand gehen können, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.