Heute ist der 10.06.2026 und die Welt dreht sich weiter – aber leider nicht immer im besten Sinne. Während wir hier in Deutschland über die neuesten Entwicklungen in der Klimapolitik diskutieren, gibt es viele Länder, die stark unter der Klimakrise leiden, ohne einen nennenswerten Beitrag zu deren Entstehung geleistet zu haben. Diese Länder stehen oft vor einem schier unüberwindbaren finanziellen Berg, wenn es darum geht, sich gegen die verheerenden Folgen wie Überschwemmungen, Dürren oder Ernteausfälle zu wappnen. Der Finanzbedarf für den Klimaschutz in Entwicklungsländern wird auf mindestens 1 Billion US-Dollar jährlich geschätzt. Das ist eine Summe, die einem den Atem raubt!

Ein möglicher Ansatz, um diese Herausforderung zu meistern, könnte eine Vermögensbesteuerung sein. Das klingt vielleicht nicht besonders aufregend, doch könnte sie einen erheblichen Beitrag leisten, um die dringend benötigten Mittel bereitzustellen. Die geplante UN-Steuerkonvention wird als politischer Hebel für globale Klimagerechtigkeit betrachtet. Staaten verhandeln unter dem Dach der Vereinten Nationen über neue internationale Steuerregeln, die darauf abzielen, ein gerechteres und effektiveres Steuersystem zu schaffen. Mit solchen Steuerregeln könnten wir nicht nur die Steuervermeidung eindämmen, sondern auch öffentliche Einnahmen stärken und endlich Mittel mobilisieren, die für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung so dringend gebraucht werden.

Globale Steuerpolitik im Fokus

Am 12.11.2025 fand in Nairobi, Kenia, die dritte Verhandlungsrunde über die UN Framework Convention on International Tax Cooperation (UNFCITC) statt. Das Ziel? Ein globales Steuerabkommen mit UN-Mandat bis Mitte 2027 zu entwickeln. Dieses internationale Steuersystem soll wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele miteinander verknüpfen. Spannend wird es, denn alle verhandelnden Staaten, bis auf die USA, unterstützen eine faire Besteuerung von Gewinnen und Umweltschäden. Das könnte eine echte Wende im globalen Steuerrecht bedeuten!

Die Vorteile eines solchen Systems liegen auf der Hand: Eine gerechtere Besteuerung von Umwelt- und Klimaschutzkosten könnte nicht nur die nachhaltige Entwicklung fördern, sondern auch die finanziellen Mittel für den Klimaschutz mobilisieren. Die Schätzungen über die Steuervermeidung multinationaler Unternehmen sind alarmierend – jährlich verlieren die Staaten zwischen 500 und 650 Milliarden US-Dollar. Das sind 2–3% der Steuereinnahmen der OECD-Länder und sogar 6–13% der Entwicklungsländer! Und die großen Öl- und Gaskonzerne? Die fünf größten haben seit dem Pariser Klimaabkommen über 800 Milliarden US-Dollar an Gewinnen erzielt. Wie kann das gerecht sein?

Ein Blick auf die Vermögensbesteuerung

Dann gibt es da noch die Diskussion über Vermögenssteuern. Oxfam und Greenpeace fordern eine Abgabe auf hohe Vermögen. Zum Beispiel könnte eine nationale Vermögensteuer von 2% auf Nettovermögen ab 100 Millionen Euro in Deutschland bis 2030 bis zu 200 Milliarden Euro generieren. Das klingt nach einer Menge Geld, die für den Klimaschutz verwendet werden könnte – und das ganz ohne zusätzliche Schulden.

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Allerdings ist der Weg zur Einigung nicht ganz einfach. Es gibt unterschiedliche Ansichten unter den Staaten, besonders zwischen afrikanischen Ländern und der EU. Und während die UN-Steuerkonvention bis zum 19. November 2025 weiter tagt, sind bisherige Entwürfe als unzureichend bewertet worden. Die Zeit drängt, und der Druck, endlich zu handeln, wächst.

In einer Welt, die ständig im Wandel ist, bleibt abzuwarten, ob die Regierungen die notwendigen Schritte unternehmen werden, um die Klimakrise zu bekämpfen und gleichzeitig für Gerechtigkeit zu sorgen. Es ist ein Balanceakt, den wir alle gemeinsam meistern müssen.