Heute ist der 7.06.2026 und die Diskussion um die Zukunft erneuerbarer Energien in Deutschland wird immer hitziger. Carolin Dähling, die den Bereich Politik und Kommunikation bei der Energiegenossenschaft Green Planet Energy leitet, hat beim Netzgipfel der Erneuerbaren-Verbände BEE und BWE klare Worte gefunden. Sie hat drei große Herausforderungen für die Branche identifiziert, die uns alle betreffen. Da wäre zunächst die EEG-Reform, die den Stopp der Vergütung für kleinere Solaranlagen vorsieht. Auch das Netzpaket, das den Ausbau erneuerbarer Energien auf Jahre bremsen könnte, ist ein echtes Sorgenkind. Und nicht zu vergessen die Reform der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur, die alle Kraftwerke zur Kasse bittet. Ein ganz schöner Hammer, oder?
Dähling hat zu Recht darauf hingewiesen, dass all diese Maßnahmen nicht nur negativ für die Erneuerbaren sind, sondern sich auch gegenseitig verstärken. Besonders der Redispatch-Vorbehalt im Netzpaket, der Investitionen ins Wanken bringt, sorgt für Unsicherheit. Es ist bemerkenswert, dass sich alle 16 Energieminister:innen der Länder gegen die Pläne der Bundesregierung ausgesprochen haben, während einzig das Bundeswirtschaftsministerium an diesen festhält. Dähling fordert, dass wir endlich einen konstruktiven Dialog führen und eine faire Verteilung von Risiken und Pflichten schaffen. Das wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung!
Hürden für Solarenergie
Für Betreiber privater Solaranlagen sieht es aktuell düster aus. Der Wegfall der festen Vergütung und die zusätzliche Belastung für selbst erzeugten und verbrauchten Strom könnten die Solarenergie unattraktiver machen. Dähling warnt, dass dies ein falsches Signal sendet. Und während massive Begünstigungen für Erdgas immer wieder in der Kritik stehen – das passt einfach nicht zur Klimapolitik! Eine Umfrage im Auftrag von Eon zeigt, dass die Abschaffung der EEG-Vergütung für kleine Solaranlagen voraussichtlich nur einen geringen Einfluss auf den Solarausbau haben wird. Aber mal ehrlich, wie lange können wir uns solche Entscheidungen noch leisten?
Dähling sieht eine klare Notwendigkeit, die Voraussetzungen für den Ausbau zu schaffen, bevor man Förderungen abschafft. Dach-Photovoltaik könnte der Einstieg in die persönliche Energiewende sein! Doch ein Förderstopp könnte auch Mieterstrommodelle unter Druck setzen. Wer will schon in einer Welt leben, in der die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende schwindet?
Neues EEG 2027 und die Richtung der Reformen
Ein weiteres Thema, das wir nicht ignorieren können, ist der kürzlich veröffentlichte Arbeitsentwurf für die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027). Hier scheint sich einiges zu bewegen. Mit dem Ziel, eine treibhausgasneutrale Stromversorgung zu erreichen, wird die Einführung von zweiseitigen Differenzverträgen (Contracts for Difference, CfDs) zur Förderung erneuerbarer Energien als eine der bedeutendsten Neuerungen vorgestellt. Der Fokus liegt klar auf Bezahlbarkeit, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit. Die Bundesregierung hält weiterhin am Ziel fest, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf 80 % zu steigern – das klingt doch vielversprechend!
Allerdings wird die Direktvermarktung für Neuanlagen ab Januar 2027 verpflichtend, und die Einspeisevergütung wird abgeschafft. Das ist ein schwerer Schlag, vor allem für kleinere Anlagen unter 25 kW, die keine Förderung mehr erhalten. Was bedeutet das für die Zukunft der kleinen Solaranlagen? Die geplanten Ausschreibungsmengen, 10.000 MW jährlich für Windenergieanlagen und 14.000 MW für Solaranlagen ab 2027, zeigen zwar ein gewisses Engagement, doch bleibt die Frage, ob dies ausreicht.
Die aktuellen Zahlen und der Status quo
<pWir blicken auch auf die aktuellen Zahlen der erneuerbaren Energien in Deutschland. Im Jahr 2025 lag der Anteil der Erneuerbaren im Stromsektor bei 55,1 Prozent – ein kleiner Lichtblick! Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen betrug 290,2 Mrd. kWh, was einen Anstieg von 1 Prozent gegenüber 2024 darstellt. Interessanterweise haben Windenergieanlagen 2025 mehr Strom erzeugt als alle Braun- und Steinkohlekraftwerke in Deutschland zusammen. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch wenn es noch viele Hürden zu überwinden gilt.
Die installierte Windenergieleistung wuchs um 5.100 MW, was stärker ist als im Vorjahr. Bei der Photovoltaik sehen wir sogar eine Steigerung von über 21 Prozent. Doch der Rückgang in anderen Bereichen, wie der Biomasse und Wasserkraft, ist besorgniserregend. Wenn wir wirklich die Energiewende schaffen wollen, müssen wir alle Hände anlegen – und zwar schnell!