Die Welt steckt mitten in einer Polykrise. Temperaturrekorde, bewaffnete Konflikte und der schwelende Krieg im Iran sind nur einige der Herausforderungen, die uns zurzeit begegnen. Es ist ein bisschen wie ein riesiger Sturm, der auf uns zuzieht, und wir stehen da und versuchen, die Wolken zu durchdringen. Leider hapert es an der Koordination und an integrierten Lösungen, obwohl die Krisen eng miteinander verwoben sind. Die Bonner Klimakonferenz (SB64) im Juni stellt sich als Test für multilaterale Lösungen und Klimapolitik dar. Ein bisschen wie ein Prüfungsstress, bei dem niemand wirklich weiß, ob er bestehen wird.

Unsere Agrar- und Ernährungssysteme stehen im Zentrum dieser Problematik. Sie sind nicht nur für etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich, sondern sichern auch den Lebensunterhalt von 1,3 Milliarden Menschen. Das ist eine gewaltige Zahl! Doch die Systeme sind unterfinanziert, sie erhalten lediglich 7% der globalen Klimafinanzierung. In Subsahara-Afrika sind es sogar nur 8% für den Agrar- und Ernährungssektor. Und während die Finanzströme für 2023 auf 7,3 Billionen USD geschätzt werden, bleibt die Frage: Wo bleibt das Geld für echte Veränderungen?

Die Notwendigkeit einer Transformation

Die Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme ist nicht nur eine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit – eine zentrale Säule der Klimapolitik. Eine nachhaltige Umgestaltung kann dabei helfen, Klimaanpassung und Emissionsminderung synergistisch zu unterstützen. Aber es gibt noch viel zu tun! Die Waffenruhe im Iran mag kurzfristige Erleichterung bringen, doch Hunger und Armut sind weiterhin ernsthafte Risiken. Der Politikwechsel, den viele fordern, könnte langfristige Investitionen in Klimaresilienz und Armutsbekämpfung ermöglichen.

Ein bisschen frustrierend ist, dass Deutschland als internationaler Vorreiter im Klimaschutz gefordert ist, Kohärenz in der Klimapolitik zu zeigen. Die Kritiken am mangelnden Ehrgeiz der Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2026 sind laut und deutlich. Dabei warten die Menschen auf echte Lösungen. Umso wichtiger sind die Forderungen an die Politik: Öffentliche Klimafinanzierung muss geschützt und ausgebaut werden, mindestens 12 Milliarden Euro pro Jahr bis 2030. Außerdem sollte die Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme ins Zentrum der Klimapolitik gerückt werden. Und ja, der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen muss aktiv vorangetrieben werden!

Finanzierungsengpässe und innovative Ansätze

Die Finanzierung nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme hat zwar zugenommen, reicht jedoch nicht aus, um den Transformationsbedarf zu decken. Ein Bericht analysiert die Klimafinanzierung globaler Agrar- und Ernährungssysteme für den Zeitraum 2021/22 und zeigt, dass die Mittelströme im Vergleich zu 2019/20 deutlich gestiegen sind, vor allem in China und Europa. Aber in anderen wichtigen Agrarregionen ist es nach wie vor düster mit den Finanzmitteln.

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Die Gesamtinvestitionen stimmen nicht mit dem Potenzial des Sektors zur Minderung, Anpassung und Stärkung der Resilienz überein. Hier sind die Regierungen, private Finanzinstitute und Unternehmen gefragt, um die richtigen Prioritäten zu setzen. Innovative Ansätze zur Umgestaltung der Finanzströme müssen her, um langfristigen Wert durch Investitionen und systemischen Wandel zu erschließen. Ein bisschen wie ein Puzzle, bei dem die Teile noch nicht ganz zusammenpassen.

Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme als Schlüssel

Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme sind nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sie sind auch Voraussetzung für gesunde Ernährung und den Schutz von Mensch, Tier, Ökosystemen und Klima. Die Herausforderungen sind zahlreich: Klimakrise, Artensterben, Bodenqualitätsverschlechterung und wirtschaftliche Schocks durch bewaffnete Konflikte und die Folgen der Covid-19-Pandemie. Unsere Systeme müssen über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zum Konsum – nachhaltig gestaltet werden.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen bieten einen politischen Rahmen für diese Transformation. In Deutschland wird die Nachhaltigkeitsstrategie seit 2024 in einem öffentlichen Prozess weiterentwickelt, und im Jugendpolitischen Forum 2024 werden über 50 junge Menschen in Berlin über zukunftsfeste Agrar- und Ernährungssysteme diskutieren. Es ist ermutigend zu sehen, wie junge Stimmen in diesen Prozess einfließen, denn sie sind die Zukunft!

Die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, sind vielfältig: Tierhaltungskennzeichnung für mehr Transparenz, ein Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz zur Stärkung von Ökosystemen und eine Eiweißpflanzenstrategie zur Förderung heimischer Produktion sind nur einige davon. Ein bisschen wie ein Feuerwerk an Ideen, die darauf warten, gezündet zu werden. Die Ergebnisse des Jugendforums werden in die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie einfließen – und das ist wichtig, denn die jungen Menschen haben das Recht, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

In dieser bewegten Zeit ist es entscheidend, dass wir die richtigen Schritte gehen – für uns, für die nächsten Generationen und für unseren Planeten. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich alles entwickeln wird!