Heute ist der 25.04.2026 und in den Wäldern rund um Oberrode ging es lebhaft zu. Rund 60 Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Fulda versammelten sich zu einem spannenden Waldspaziergang, organisiert von den Förstern Philipp Prandekos und Christian Bönecke. Unter der Leitung des stellvertretenden Forstamtsleiters Wigbert Gutmann erkundeten die Teilnehmer eine Strecke von etwa fünf Kilometern und tauchten ein in die vielfältigen Themen der Waldentwicklung.

Der Spaziergang war nicht nur ein Genuss für die Naturfreunde, sondern auch eine wichtige Informationsquelle über verschiedene Waldentwicklungsstadien. Besonders die Kalamitätsflächen, die durch Trockenheit oder Schadinsekten stark belastet wurden, standen im Fokus. So berichteten die Förster über die Herausforderungen der letzten Jahre, als die Extremjahre 2018 bis 2020 den Wald erheblich in Mitleidenschaft zogen. Fichten-Reinkulturen litten besonders unter diesen klimatischen Veränderungen, was durch eindrucksvolle Fotos aus dem Sauerland und dem Harz verdeutlicht wurde.

Die Zukunft des Waldes im Blick

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war die Zukunftsfähigkeit des Waldes. Die Förster erläuterten, wie die richtige Aushaltung für die Preisgestaltung von Holz entscheidend ist. Ein weiterer Punkt war die Pflege des Jungbestandes, bei der die Qualität durch lange astfreie Stämme und große Kronen sichergestellt wird. Hierbei wird zwischen Lichtbaumarten, die früh freigestellt werden, und Schattenbaumarten wie der Buche unterschieden, die einen dichten Stand benötigen.

Ein besonderer Höhepunkt war die letzte Station: der erntereife Douglasien- und Tannenbestand. Dieser soll durch Strategien zur Zukunftssicherung weiter gefördert werden, etwa durch die Verkürzung der Umtriebszeiten und den Rückhalt von Niederschlägen im Wald. Die enge Zusammenarbeit mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt liefert wichtige Informationen zur Standortwasserbilanz und Prognosen zur Wasserversorgung für die nächsten 20 bis 40 Jahre.

Ein Miteinander für den Wald

Der Vorsitzende der FBG, Markus Leibold, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz der Waldexkursion und dankte den Referenten sowie der Unterstützung durch Hessenforst. Diese Art von Austausch ist nicht nur wichtig, um Wissen zu teilen, sondern auch um das Bewusstsein für die Herausforderungen, die die Klimaerwärmung mit sich bringt, zu schärfen. Der Wald ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein essenzieller Bestandteil unseres Ökosystems, der es zu schützen gilt.

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Der Abschluss der Veranstaltung fand bei Würstchen und Getränken an der Simshäuser Hütte statt, wo die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihre Eindrücke zu teilen und Erfahrungen auszutauschen. Diese Art der Gemeinschaft und des Dialogs ist entscheidend, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu finden und den Wald als Lebensraum und Ressource nachhaltig zu sichern.