Heute, am 22. Mai 2026, schauen wir uns mal genauer an, was sich in der Welt der Phänologie tut – ja, das ist die Wissenschaft von den Entwicklungsphasen der Pflanzen, und glaubt mir, die hat einiges mit dem Klimawandel zu tun! Wenn zum Beispiel die Haselsträucher früher blühen und die Obstbäume schon vor der Zeit austreiben, dann ist das ein klares Signal. Das sind nicht einfach nur kleine Veränderungen; sie sind Indikatoren für die großen Umwälzungen, die durch den Klimawandel verursacht werden. Und genau da setzt das neu gestartete Forschungsprojekt „REPHASE“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt an.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette und ihrer Kollegin Dr. Lisa Buchner wird hier bis Ende 2028 geforscht, und zwar gefördert von der Eva Mayr-Stihl Stiftung. Das Ziel? Die Verknüpfung von Phänologie und Pflanzenphysiologie! Ein ambitioniertes Vorhaben, das die Entwicklung von Bäumen – speziell Buchen, die an vielen der Internationalen Phänologischen Gärten Europas (IPG) vorkommen – unter die Lupe nehmen will. Apropos IPG: Diese beeindruckende Initiative umfasst fast 100 Standorte in 18 Ländern, von Finnland bis Portugal. Was für ein Netzwerk!
Was wird genau untersucht?
Im Rahmen von REPHASE werden die Bäume mit Dendrometern ausgestattet. Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht wirklich. Diese Geräte messen die Umfangsänderungen der Baumstämme – ein Indikator für das Dickenwachstum, das wiederum etwas über die Länge der Vegetationsperiode aussagt. Das bedeutet: Je dicker der Baum, desto länger war die Vegetationsperiode! Und um das Ganze noch präziser zu machen, werden Temperatur- und Feuchtigkeitsmessgeräte direkt an den Pflanzen installiert. Wie spannend ist das bitte?
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Vegetationsperioden in Europa zu vergleichen und ernsthaft zu untersuchen, wie anpassungsfähig unsere Bäume sind. Die Beziehung zwischen Samenproduktion und Dickenwachstum in der Reproduktionsökologie wird ebenfalls beleuchtet. Das klingt nach einer echten Schatzsuche in der Welt der Bäume! Insgesamt sind 20 Standorte mit vier Genotypen der Buche und zehn Bäumen in der Region Eichstätt in die Forschung eingebunden. Die Ergebnisse könnten uns helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Waldbäume besser zu verstehen und vielleicht sogar Anpassungsstrategien in der Forstwirtschaft zu entwickeln.
Ein Blick auf die Widerstände und Anpassungen
All diese Veränderungen sind nicht einfach nur akademische Spielereien. Sie haben echte Auswirkungen auf unsere Ökosysteme. Der Monitoringbericht 2023 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel liefert detaillierte Informationen über die Verschiebung der phänologischen Phasen. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, solche Daten zu sammeln und auszuwerten. Die „Länderinitiative Kernindikatoren“ bietet dazu phänologische Daten für die einzelnen Bundesländer. Das ist nicht nur für Wissenschaftler interessant, sondern für jeden, der sich für die Natur und die Veränderungen, die sie durchlebt, interessiert.
Und wer jetzt denkt, das Ganze sei nur eine trockene Angelegenheit, der irrt! Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt auf seiner Webseite zahlreiche Produkte zur aktuellen Pflanzenentwicklung bereit. Das ist wie ein Fenster in die lebendige Welt der Natur – und das sollte uns alle interessieren! Wenn wir wissen, wie die Jahreszeiten und die Entwicklung der Pflanzen sich verändern, können wir besser auf die kommenden Herausforderungen reagieren. Es gibt auch weiterführende Literatur, die sich mit den phänologischen Veränderungen beschäftigt, was für die Forscher und Interessierten unter uns sicher spannend ist.
Lasst uns also die Ohren und Augen offenhalten. Die Pflanzen erzählen uns Geschichten, die wir unbedingt hören sollten, denn sie sind nicht nur Teil unserer Umwelt, sondern auch Teil unseres Lebens. Und wer weiß, vielleicht wird uns die nächste Blüte mehr über den Klimawandel verraten, als wir ahnen können.