Heute ist der 14.07.2026, und das Klima macht mal wieder von sich reden. Inmitten der Londoner Klimaschutzwoche fand ein entscheidendes Treffen zum Thema der schädlichen Schadstoffe statt. Der Strategieaustausch für NGO-Partner, organisiert von der Climate and Clean Air Coalition (CCAC), hat nicht nur den ersten Entwurf der Priorisierungsstrategie für die Jahre 2026 bis 2030 genehmigt, sondern auch einen klaren Aufruf an Regierungen, Geldgeber und den Privatsektor ausgesprochen: Fokussiert euch auf die wirkungsvollsten Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Umweltgefahren! Die Einreichung der Strategie muss bis zum 15. August erfolgen, und eine Frist für Vorschläge zum „Super Pollutant Country Action Accelerator“ läuft ebenfalls bis zum 14. August. Das klingt nach einem straffen Zeitplan, nicht wahr?

Besonders spannend ist, dass die CCAC mittlerweile 111 NGO-Partner zählt, und auch vier weitere Anträge noch in Prüfung sind. Für technische Hilfsprojekte in Kambodscha, Indonesien, Kasachstan, Mexiko und Südafrika wurde die erste Ausschreibung bereits geöffnet. Und damit nicht genug: Die Jahrestagung der CCAC findet vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Bangkok, Thailand, statt. Wer sich bis zum 31. Juli anmeldet, kann dabei sein.

Methan im Fokus

Martina Otto, die Leiterin des CCAC-Sekretariats, hat unlängst die Dringlichkeit hervorgehoben, mit der wir Methan und andere Super Pollutants angehen müssen – und das vor dem bevorstehenden COP30 in Belém, Brasilien. Hier wird die CCAC ihren größten Arbeitsplan und das größte Budget für 2026 vorstellen. Unter anderem wird der Global Methane Status Report veröffentlicht, der unsere Fortschritte bei der Reduktion von Methan seit 2021 bewertet. Die Lücken zur Erreichung der Global Methane Pledge müssen geschlossen werden!

Es gibt auch eine neue Initiative: den Super Pollutant Country Action Accelerator. Dieses dreijährige Programm soll bis 2030 bis zu 30 Länder mobilisieren und 150 Millionen US-Dollar an Mitteln bereitstellen. Die Vorfreude auf die Veranstaltungen im Rahmen von COP30 steigt – Diskussionen über Methan-Reduktion, Abfallwirtschaft und nachhaltige Landwirtschaft stehen auf der Agenda. In Südamerika haben Minister bereits ein Regional Cooperation Programme zur Reduktion von Methanemissionen aus organischen Abfällen verabschiedet. Ein ehrgeiziges Ziel: 30 % weniger bis 2030!

Deutsche Klimaziele und internationale Verpflichtungen

Aber schauen wir mal nach Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht hat am 18. August 2021 das Bundes-Klimaschutzgesetz geändert und damit einen strafferen Zielpfad für die Treibhausgasemissionen vorgegeben. Bis 2030 sollen die Emissionen um mindestens 65 % im Vergleich zu 1990 gesenkt werden! Und bis 2045 soll Netto-Treibhausgasneutralität erreicht werden. Ein ambitioniertes Unterfangen, das auch die Landwirtschaft und die Abfallwirtschaft betrifft. Diese beiden Sektoren sind Teil der verbindlichen THG-Minderungsziele.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Notwendigkeit von Maßnahmen wird nun nicht mehr nur auf sektorspezifische Sofortmaßnahmen gestützt, sondern auf die aggregierte Jahresemissionsgesamtmenge. Das bedeutet, dass die Verantwortung für die Reduktion der Emissionen auf alle Sektoren verteilt wird. Und wenn die Ziele in zwei aufeinanderfolgenden Jahren überschritten werden, muss die Regierung handeln. Es gibt also keinen Raum für Schlendrian!

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Klimapolitik international und lokal Hand in Hand gehen muss. Die Herausforderungen sind groß, aber die Möglichkeiten, die uns die Zusammenarbeit bieten, sind es auch. Wir können es schaffen, wenn wir uns alle gemeinsam anstrengen – ob in Deutschland, Brasilien oder anderswo auf der Welt. Die Wetterberichte könnten bald ganz anders aussehen, wenn wir endlich handeln!