Die aktuellen Temperaturen in Deutschland treiben nicht nur die Menschen ins Schwitzen, sondern haben auch dramatische Auswirkungen auf die Straßen. Fast 40 Grad Celsius – das ist kein Scherz! Diese Hitze schnürt den Asphalt und lässt die Betonfahrbahnen auf den Autobahnen förmlich aufbrechen. Autofahrer müssen sich auf Sperrungen und Tempolimits gefasst machen. Die A2 in Richtung Hannover bei Burg (Sachsen-Anhalt) wird voraussichtlich bis Sonntagnachmittag gesperrt sein. Das ist ein ordentliches Stück, das sich da gerade in der Hitze verflüssigt.

Auch die A93 in Bayern hat es erwischt: Der linke Fahrstreifen zwischen Weiden-Süd und Luhe-Wildenau in Richtung Regensburg bleibt bis nächste Woche gesperrt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs! Auf der A9 bei Ingolstadt laufen Reparaturarbeiten in beiden Fahrtrichtungen, während auf der A10 in Brandenburg der linke Fahrstreifen zwischen Berlin-Marzahn und Hellersdorf in Richtung Frankfurt (Oder) nicht befahrbar ist. Die Liste der betroffenen Autobahnabschnitte wird länger und länger, und das alles wegen Hitze, die auf die Straßen drückt.

Die physikalischen Hintergründe

Was passiert hier eigentlich genau? Die Ursache für diese Schäden liegt in der Ausdehnung des Betons. Bei hohen Temperaturen dehnt sich das Material aus, und ältere Fahrbahnen haben oft nicht genug Spielraum, um sich in Längsrichtung auszudehnen. Das führt zu einem Druckaufbau, der sich schließlich nach oben entlädt – und voilà, da haben wir die sogenannten Blow-ups! Diese plötzlichen Aufwölbungen und Aufbrüche sind besonders bei älteren, stark beanspruchten Fahrbahnen ein großes Problem. Neuere Fahrbahnen sind glücklicherweise weniger betroffen, da sie besser konstruiert sind.

Aber nicht nur der Beton hat mit der Hitze zu kämpfen. Auch der Asphalt kann sich bei intensiver Sonneneinstrahlung auf über 60 Grad Celsius aufheizen! Das führt zu „schwitzenden Decken“, und unter Verkehrslast entstehen Spurrinnen und Verdrückungen. Plötzliche Aufbrüche auf Asphalt sind zwar untypisch, aber auch nicht ausgeschlossen. Wer jetzt denkt, dass das alles nur ein Sommerphänomen ist, könnte sich irren. Bereits am dritten Juni-Wochenende gab es auf der A1 und A13 erhebliche Verkehrsbehinderungen durch Hitzeschäden.

Was tun bei Hitze?

Die Autobahn GmbH hat die Lage im Blick und verstärkt die Streckenkontrollen bei hohen Temperaturen. Autofahrer sind aufgerufen, Schäden wie Aufwölbungen oder Risse umgehend zu melden. Die Sicherheit ist das oberste Gebot! Außerdem gibt es Ratschläge, die man unbedingt im Hinterkopf behalten sollte: Aufmerksam fahren, Tempolimits einhalten und genügend Abstand halten. Denn Blow-ups können nicht nur die Straßen stark beschädigen, sondern auch erhebliche Schäden an Fahrzeugen verursachen. Es ist also besser, auf Nummer sicher zu gehen.

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Inmitten dieser Hitze und der damit verbundenen Verkehrsprobleme bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen langfristige Lösungen finden. Klimarisiliente Infrastruktur und widerstandsfähigere Materialien könnten ein Weg sein, um auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren. Doch bis dahin bleibt uns nur, die Sommerhitze mit einem kühlen Getränk und einer Portion Geduld zu überstehen.