Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: Die Stadtradeln-Kampagne im Landkreis Lichtenfels wurde mit einer Auftaktveranstaltung am Landratsamt ins Leben gerufen. Trotz des miesen Wetters – Regen und Wind waren an der Tagesordnung – fanden sich zahlreiche Radlerinnen und Radler ein, um diesen besonderen Tag zu feiern. Es wurde geradelt, was das Zeug hielt! Landrat Christian Meißner begrüßte alle Teilnehmenden herzlich und ließ die Erfolge des Vorjahres Revue passieren: 1098 Radler haben zusammen stolze 143.166 Kilometer zurückgelegt und damit rund 23 Tonnen CO₂ vermieden. Wow, das ist eine Ansage!
In diesem Jahr soll es noch besser werden: Ein hohes Ziel wurde ausgegeben, und alle sind motiviert, die Zahlen vom letzten Jahr zu übertreffen. Besonders erfreulich ist die hohe Beteiligung aus Kitas, Schulen, Unternehmen und Vereinen. Das zeigt: Klimaschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt! Meißner betonte auch die idealen Bedingungen zum Radfahren, die die Region zu bieten hat. Ein herzliches Dankeschön ging an die Organisatoren, den ADFC Obermain und die Umweltstation Obermain-Jura, die tatkräftig unterstützten.
Klimaschutz durch Radfahren
Klimaschutzmanagerin Anika Leimeister hob die immense Bedeutung dieser Aktion hervor. Angesichts der hohen CO₂-Emissionen im Verkehrssektor des Landkreises ist es wichtiger denn je, klimaschonende Alternativen zu finden. Dabei spielt das Radfahren eine zentrale Rolle. Die neu vorgestellte Beteiligungsplattform RADar! ermöglicht es den Teilnehmenden, Mängel im Radwegenetz zu melden, was die Radinfrastruktur weiter verbessern soll. Landrat Meißner gab den offiziellen Startschuss für das Stadtradeln und wünschte allen viel Freude bei der Aktion.
Die gemeinsame Radtour führte die Teilnehmenden von etwa neun Kilometern vom Landratsamt zur Biermanufaktur Lippert – eine schöne Strecke, die sicherlich viele begeistert hat! Die Aktion läuft bis zum 1. Juni und jeder, der im Landkreis wohnt, arbeitet oder zur Schule geht, kann mitmachen. Es gibt sogar Preise für die engagiertesten Teams, Klassen und Schulen. Und wer weiß, vielleicht gewinnt man sogar einen Gutschein für einen Fahrradservice!
Veranstaltungen und Angebote
Das Programm ist reich gefüllt mit weiteren Veranstaltungen, die die Freude am Radfahren fördern. Am 25. Mai steht die radTOURpur im Kleinziegenfelder Tal an – ein autofreies Vergnügen! Am 28. Mai kann man sich mit dem ADFC Obermain auf eine Fitness-Radtour und eine Feierabendradtour freuen. Und das große Finale? Die Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung am 16. Juni! Interessierte können sich über www.stadtradeln.de/landkreis-lichtenfels anmelden. Wer Fragen hat, kann sich jederzeit an Klimaschutzmanagerin Anika Leimeister wenden – ihre Kontaktdaten sind ganz unkompliziert.
Doch warum ist das alles so wichtig? Aktive Mobilität – also sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortzubewegen – ist nicht nur gesund, sondern auch umweltfreundlich und kostengünstig. Rad- und Fußverkehr machen etwa 40 Prozent des Modal Splits in Deutschland aus. Und das kommt nicht von ungefähr! Im Jahr 2022 zählten wir in deutschen Haushalten bereits 82 Millionen Fahrräder. Fahrräder ersetzen zunehmend Autos, und das ist ein positiver Trend, der auch durch zahlreiche Förderprogramme der Bundesregierung unterstützt wird.
Die Förderung von Rad- und Fußverkehr ist ein zentraler Bestandteil der Klimaschutzprogramme der Bundesregierung. Ziel ist es, die Klimaschutzziele zu erreichen und die Infrastruktur für Radfahrer weiter auszubauen. Dabei ist die Entwicklung einer Methodik zur Bemessung des Klimanutzens von Radverkehrsförderprogrammen von großer Bedeutung. Es wird also kontinuierlich daran gearbeitet, die Mobilität in Deutschland umweltfreundlicher zu gestalten und die Menschen zum Radfahren zu motivieren.