Heute ist der 22.05.2026, und während die Sonne in den Gärten blitzt, sorgen wir uns um die grünen Oasen, die oft als Rückzugsorte für die Natur dienen. In Deutschland sind Gärten nicht nur ein Ort der Erholung für Menschen, sondern auch für viele Pflanzen- und Tierarten, die immer seltener werden. So wie das gefährdete Große Windröschen, das in Ingmar Staudes Garten gedeiht. Es ist einfach beeindruckend, wie viel Artenvielfalt in unseren Kleingärten steckt! Im Jahr 2022 wurden über die Bestimmungs-App GartenDiv mehr als 4.500 Pflanzenarten gemeldet, wobei die Akelei die häufigste Gattung war. Wer hätte gedacht, dass selbst in den kleinsten Gärten so viele Lebensformen wohnen können?

Ein Blick auf die Kleingartenanlagen zeigt, dass diese nicht nur für das Gemüsebeet und die Blumenrabatte stehen. Sie fördern durch unterschiedliche Gartenpraktiken die biologische Vielfalt. Eva Foos vom Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands hebt hervor, wie vielfältig Kleingärten sein können – von üppigen Staudenbeeten bis hin zu Totholzecken, die vielen Insekten und Kleintieren einen Lebensraum bieten. Naturschutz ist zudem ein fester Bestandteil des Bundeskleingartengesetzes, was zeigt, dass das Gärtnern nicht nur für uns Menschen, sondern auch für die Natur Verantwortung mit sich bringt.

Das Projekt GartenDiv und seine Bedeutung

Die Pilotphase von GartenDiv hat alle Erwartungen übertroffen. Gärten in Deutschland sind reich an Artenvielfalt, auch wenn rund 70% der Gartenarten nicht heimisch sind. Das ist schon ein bisschen erschreckend, oder? Die gesammelten Daten sind nicht nur für die Forschung von Bedeutung, sondern auch für die Bildungsarbeit und die Förderung naturnahen Gärtnerns. Die Erkenntnisse helfen uns, Empfehlungen für mehr Biodiversität umzusetzen, wie etwa das Anlegen von Büschen, Hecken, Totholzecken und die Verwendung heimischer Wildpflanzen. Wenn wir also darüber nachdenken, was wir in unseren Gärten tun können, sollten wir auch an ökologisch bewirtschaftetes Obst und Gemüse denken.

Ein weiterer spannender Aspekt des Projektes ist, dass GartenDiv sogar ausgestorbene oder als verschollen gelistete Pflanzenarten gefunden hat, wie den nordischen Drachenkopf. Das zeigt, wie wichtig es ist, in unseren Gärten aktiv zu werden und die Vielfalt zu fördern – jeder kleine Beitrag zählt. Die GartenDiv-Tage, die vom 22. Mai bis 21. Juni 2026 stattfinden, bieten eine großartige Gelegenheit, aktiv zu werden, indem man das Projekt in der App Flora Incognita aktiviert und einen Fragebogen ausfüllt. Die App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar, also keine Ausrede!

Die Herausforderungen der Biodiversität

Doch während wir uns über die Vielfalt unserer Gärten freuen, dürfen wir die Herausforderungen nicht aus den Augen verlieren. Deutschland leidet zunehmend unter dem Verlust der Biodiversität, bedingt durch die Klimakrise, die Versiegelung von Böden und Schadstoffbelastungen. Die Gefährdungsraten sind alarmierend: 26% der Pflanzen und 36% der Tiere sind bedroht. Über 70% der natürlichen Lebensräume gelten als gefährdet. Das Forschungsprojekt gARTENreich hat deshalb ins Leben gerufen, um die Auswirkungen auf private Gärten zu untersuchen. Es wird vom Bundesforschungsministerium gefördert und zielt darauf ab, quantitative Daten über Gärten in Deutschland zu sammeln.

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Das Ganze ist nicht einfach nur ein weiteres Projekt; es geht darum, ein Umdenken in der Bevölkerung zu fördern. Denn gesunde Gärten verbessern nicht nur das Wohlbefinden der Pflanzen, sondern auch das der Menschen. Die Empfehlungen für Gartenbesitzer sind klar: Heimische Wildpflanzen verwenden, Nisthilfen aufstellen, Wildblumen einsäen und vielleicht sogar eine Ecke des Gartens verwildern lassen. Das klingt doch ganz nach einer sinnvollen Strategie, oder?

Insgesamt ist es an der Zeit, dass wir uns nicht nur als Gärtner, sondern auch als Hüter der Natur verstehen. Wenn wir uns gemeinsam für die Vielfalt in unseren Gärten einsetzen, können wir einen entscheidenden Beitrag leisten. Und das fängt im eigenen Garten an.