In Vallendar, am malerischen Mallendarerberg, schlägt das Herz der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ganz kräftig. Die BNE-Schule IRSP Konrad Adenauer hat sich mit dem Unternehmen Ardagh zusammengetan, um Schülern und Schülerinnen nicht nur Wissen, sondern auch praktische Erfahrungen in Sachen Umweltschutz zu bieten. Mischa Michalke von Ardagh hat die Schule besucht, um sich über spannende Projekte zu informieren. Besonders im Fokus stehen die Umweltprojekte „City 4 Future“ und „Den Klimawandel erklären“. Solche Initiativen sind mehr als nur ein paar nette Ideen; sie sind der Schlüssel zu einem nachhaltigen Zukunftsdenken.
Die Unterstützung von Ardagh ist nicht nur finanzieller Natur. Sie stellen auch wertvolle Versuchsmaterialien zur Verfügung, darunter eine Wärmebildkamera! So wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, das Gelernte direkt anzuwenden und zu erleben. Und das ist auch der Plan: praxisnahe Lernmöglichkeiten schaffen, die nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz ansprechen. Zudem möchte Ardagh die Zusammenarbeit im Bereich Berufsorientierung ausbauen. Geplant sind Aktivitäten, die die Zukunftsplanung der Schüler unterstützen – ein Schritt, der heute wichtiger ist denn je!
Investitionen in die Zukunft der Bildung
Ebenfalls aufschlussreich ist eine aktuelle Studie von Greenpeace, die zusammen mit dem Bündnis ZukunftsBildung im August 2023 veröffentlicht wurde. Der Titel, „Warum redet niemand über Geld?“, sagt schon viel über die Herausforderungen aus, mit denen Schulen konfrontiert sind. Um eine zukunftsfähige Bildung in Deutschland zu gewährleisten, sind bis 2035 rund 16,3 Milliarden Euro nötig. Das erscheint auf den ersten Blick wie eine astronomische Summe, aber wenn man bedenkt, dass der Großteil dieser Mittel in die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte fließen soll, wird die Dringlichkeit klar. Schließlich sind gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer das Rückgrat jeder Bildungseinrichtung.
Die Studie nennt acht konkrete Maßnahmen, die für die Umsetzung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung entscheidend sind. Dass Nachhaltigkeit an Schulen oft nicht im Mittelpunkt steht, zeigt eine Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung. Nur 7 Prozent der Schulleitungen berichten, dass Nachhaltigkeit in allen Fächern präsent ist. Das ist ernüchternd – vor allem, wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der Schulleitungen sich häufigere Thematisierungen wünscht.
BNE als Teil der globalen Agenda
Und was hat das alles mit den 17 Zielen der Vereinten Nationen zu tun? Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist Teil des vierten Ziels, das hochwertige Bildung für alle fordert. Seit 2015 koordiniert das Bundesbildungsministerium die Umsetzung der UNESCO-Programme für BNE in Deutschland. Die Idee ist, dass BNE nicht nur ökologisches Wissen vermittelt, sondern auch soziale Aspekte wie Chancengerechtigkeit und Lebensqualität behandelt. Es geht darum, dass Schülerinnen und Schüler verstehen, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Welt hat und wie sie aktiv zur Gestaltung einer besseren Zukunft beitragen können.
Die Nationale Plattform BNE, die 2015 ins Leben gerufen wurde, bringt Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Hier wird diskutiert, wie BNE strukturell in allen Bildungsbereichen verankert werden kann. Es gibt sogar ein BNE-Jugendforum namens youpaN, in dem junge Menschen aktiv an der Gestaltung ihrer Bildung mitwirken. Das ist eine tolle Chance, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen!
Mit Projekten wie in Vallendar und der Unterstützung von Unternehmen wie Ardagh wird deutlich: Die Zukunft ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Engagements und der Kreativität. Wenn wir jetzt investieren, können wir den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Werkzeuge an die Hand geben, die sie für ihre eigene Zukunft brauchen, sondern auch für eine nachhaltige Welt, in der alle leben können – und wollen!