Wissenschaft trifft Gesellschaft: Der Weg zur verständlichen Forschungskommunikation
Der Tag der Ressortforschung 2026 war ein echtes Highlight, das in der Wiener Urania stattfand. Unter dem Motto „Forschung, die ankommt“ wurde hier eine Bühne für Wissenschaftskommunikation, Wissenstransfer und den Dialog mit der Gesellschaft geschaffen. Das ist ja auch dringend nötig, denn wie oft haben wir schon über wissenschaftliche Erkenntnisse gelesen und uns gefragt: „Und was bedeutet das jetzt für mich?“ Genau da setzt das BMLUK an – wissenschaftliche Ergebnisse sollen verständlich vermittelt und direkt in die Praxis umgesetzt werden. Mit stolzen 200.000 Euro wird das Ministerium innovative Kommunikationsmaßnahmen fördern. Da kann man sich schon mal fragen, wie viele spannende Projekte daraus entstehen könnten!
Bis zum 15. September 2026 können sich Interessierte über dafne.at um Fördergelder für ihre Projekte bewerben. Das ist eine tolle Chance! Und nicht nur das: Forschende haben auch die Möglichkeit, optionale Coachings in Anspruch zu nehmen, um ihre Wissenschaftskommunikation auf ein neues Level zu bringen. Bundesminister Norbert Totschnig hat in seiner Eröffnungsrede die zentrale Rolle des Wissenstransfers betont. Da hatte er einen Punkt, denn ohne den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bleibt vieles im Dunkeln. Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sprach ebenfalls darüber, wie wichtig es ist, Forschungsergebnisse zu vereinfachen und sie für die Allgemeinheit greifbar zu machen.
Dialog und Interaktion im Mittelpunkt
Keynotes von Hannah Schmid-Petri und Petra Siegele hoben die Bedeutung von Dialog und Interaktion in der Wissenschaftskommunikation hervor. Es geht schließlich darum, nicht nur Informationen weiterzugeben, sondern auch zuzuhören und gemeinsam zu lernen. Beispiele erfolgreicher Wissenschaftskommunikation, wie der Podcast „Agrar Science – Wissen kompakt“ und die Plattform Genblue, zeigen, wie das gelingen kann. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Ressortforschung sich mit Themen beschäftigt, die uns alle betreffen: Landwirtschaft, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Projekte wie „Ackerschweine“, „ReFoMo“ oder „Drahtwurm-Control“ sind nicht nur kreativ, sondern könnten auch unser Leben nachhaltig verbessern.
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht nur für die Forschung von Bedeutung, sie helfen uns auch, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Tägliche Forschungsergebnisse sind relevant für unseren Alltag und das Arbeitsleben. Themen wie der Einfluss von Algorithmen, die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und der Schutz vor Krankheiten sind drängende Fragen, die beantwortet werden müssen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat die Förderung von Wissenschaftskommunikation seit 2021 im Koalitionsvertrag verankert. Das ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung, die der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft hat. Wissenschaftskommunikation stärkt letztlich die Demokratie und verbessert den gesellschaftlichen Diskurs.
Innovative Ansätze zur Wissenschaftskommunikation
Strukturbildende Projekte des BMFTR wie die Transfer Unit und die Impact Unit fördern den Dialog zwischen Wissenschaftskommunikationspraxis und Forschung. Hier werden nicht nur Kommunikationsstrategien entwickelt, sondern auch evaluiert, was gut funktioniert. Die Plattform Wisskomm.de bietet zudem zentrale Informationen und Diskussionsräume für alle, die sich mit Wissenschaftskommunikation auseinandersetzen wollen. Und für die, die sich weiterbilden möchten, gibt’s den Wisskomm-Campus mit Online-Kursen zur Wissenschaftskommunikation. Das ist eine tolle Möglichkeit, sich das nötige Handwerkszeug anzueignen!
Die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) betont die Rolle der öffentlich geförderten Forschung, die Allgemeinheit über wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren. Wissenschaftskommunikation ist also kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie fördert das Vertrauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und sorgt dafür, dass Forschungsresultate in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einfließen. Die DFG unterstützt Wissenschaftlerinnen dabei, ihre Forschung transparent darzustellen und fördert diese Kommunikation in allen ihren Programmen. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass Wissenschaftlerinnen auch den Dialog mit der Öffentlichkeit suchen und dadurch Impulse für ihre eigene Forschung erhalten.
Insgesamt wird deutlich, dass die Förderung von Wissenschaftskommunikation nicht nur eine Frage der Gelder und Projekte ist. Es ist ein lebendiger Prozess, der den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren fördert und dabei hilft, die Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft zu schlagen. Und am Ende profitieren wir alle davon, wenn Wissen nicht nur in akademischen Kreisen bleibt, sondern auch in unseren Alltag Einzug hält.
