Es weht ein frischer Wind durch die Modewelt – und das ist nicht nur der letzte Schrei in den Boutiquen. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein stehen ganz oben auf der Agenda. Immer mehr Marken setzen auf umweltfreundliche Praktiken und Produkte, die nicht nur schick aussehen, sondern auch der Erde gut tun. So zersetzen sich beispielsweise die Produkte von Kent innerhalb von nur 90 Tagen bei der Kompostierung. Das ist ein echter Fortschritt, denn wer will schon, dass seine Kleidung die nächsten Jahrhunderte im Müll verweilt?

Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass der Markt für gebrauchte Kleidung boomt. Laut GlobalData wird dieser Markt in den USA bis 2025 viermal schneller wachsen als der gesamte Bekleidungseinzelhandel. Das ist wirklich beeindruckend! ThredUp sagt sogar voraus, dass die globale Secondhand-Mode bis 2030 ein Volumen von 393 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Das entspricht etwa 10 % der weltweiten Bekleidungs-Ausgaben! Wenn man bedenkt, dass Generation Z und Millennials bis 2030 voraussichtlich 71 % des Marktwachstums ausmachen werden, scheint die Zukunft der Mode in guten Händen zu sein.

Nachhaltige Innovationen in der Modeindustrie

Marken wie Kent zeigen, wie nachhaltige Mode geht. Ihre biologisch abbaubare Unterwäsche aus GOTS-zertifizierter Bio-Pima-Baumwolle benötigt 87 % weniger Wasser und reduziert die Emissionen um 45 %. Sie zersetzt sich sogar vollständig, weil sie keine Kunststoffe enthält. Irene Maffini von DyeRecycle hebt hervor, wie anpassungsfähig nachhaltige Modetechnologien sind. Und das ist nicht alles: Sequinova arbeitet mit Stella McCartney an einer nachhaltigen Kollektion für Frühjahr/Sommer 2027. Das klingt nicht nur gut, das fühlt sich auch gut an!

Ein weiterer Vorreiter ist Patagonia mit seiner Worn Wear-Initiative, die zurückgesendete Artikel repariert, verkauft und recycelt. Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche funktioniert. Catharina Martinez-Pardo von BCG fordert, dass die Kreislaufwirtschaft zum Standard in der Textilindustrie werden muss. Und da können wir uns sicher alle anschließen! Marken wie Nike, Adidas und Puma sind ebenfalls auf dem richtigen Weg und stellen Produkte aus recycelten Textilabfällen her. Das zeigt, dass die großen Player der Branche die Verantwortung ernst nehmen.

Die Rolle der Kreislaufwirtschaft

Und während wir uns über all diese innovativen Ansätze freuen, gibt es auch wirtschaftliche Gründe, die für die Kreislaufwirtschaft sprechen. Eine Studie besagt, dass die Bruttowertschöpfung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland bis 2045 von 60 Milliarden Euro auf 125 Milliarden Euro steigen könnte. Das ist ein ganz schöner Batzen! In der Textilbranche könnte die Bruttowertschöpfung um bis zu 5,4 Milliarden Euro wachsen. Das alles könnte durch die Umsetzung von Reuse-Modellen, das Skalieren von Recycling-Aktivitäten und den Ausbau von Sammlung und Sortierung geschehen. Hier könnte also für alle etwas rausspringen.

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Also, wenn wir uns in Zukunft für Mode entscheiden, sollten wir vielleicht ein bisschen mehr auf die Hintergründe achten. Wer weiß, vielleicht tragen wir bald nicht nur fabelhafte Looks, sondern auch ein gutes Gewissen mit uns herum!