Heute ist der 29.06.2026, und die Klimakrise nimmt immer mehr Fahrt auf – das spüren wir nicht nur in Österreich. Trotz weniger medialer Präsenz und politischer Diskussionen schreiten die Symptome voran: steigende Treibhausgasemissionen, Rekordtemperaturen und Extremwetterereignisse sind mittlerweile an der Tagesordnung. Die Welt hat sich verändert, und das nicht zum Besseren. Hierzulande zeigt sich die Klimakrise immer deutlicher. Die Österreicher:innen sind gefordert, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, und genau das macht ein neuer Workshop der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) vom 13. bis 14. Oktober möglich.

Der Workshop zielt darauf ab, Erwachsenenbildner:innen und Trainer:innen ein fundiertes Verständnis für Klimapolitik zu vermitteln. Dabei wird nicht nur die wissenschaftliche Basis des menschengemachten Klimawandels behandelt, sondern auch die breite Palette an internationalen, europäischen und österreichischen Klimapolitiken. Die Teilnehmer:innen dürfen sich auf lebendige Diskussionen, interaktive Übungen und Rollenspiele freuen – eine spannende Gelegenheit, sich mit unterschiedlichen Positionen auseinanderzusetzen. Aktivist:innen, technologische Visionär:innen und Skeptiker:innen treffen hier aufeinander und bieten einen bunten Mix an Perspektiven.

Ein Blick auf die Fakten

Doch wie steht es um die aktuelle Klimapolitik? Ein Klimaschutzprogramm, das am 25. März 2026 von der Bundesregierung beschlossen wurde, soll Emissionsreduktionen, die Erhaltung von Wäldern, Mooren und Böden vorantreiben. Das ambitionierte Ziel: eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 65% bis 2030 im Vergleich zu 1990. Es klingt gut, aber die Realität sieht anders aus. Schätzungen des Umweltbundesamts zeigen, dass wir mit der gegenwärtigen Politik nur einen Rückgang von 62,6% erreichen werden. Frustrierend, oder? Während wir uns auf dem Weg zur Klimaneutralität bewegen, hat das Jahr 2024 bereits Rekordwerte bei den Temperaturen gezeigt – das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die globale Durchschnittstemperatur liegt mittlerweile 1,6 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die Folgen sind unübersehbar: häufigere Stürme, verheerende Waldbrände und ausgedehnte Dürreperioden. Die Ursachen sind klar – Treibhausgase, vor allem aus fossilen Brennstoffen, heizen den Planeten auf. Der IPCC-Bericht von 2022 fordert, dass die globalen CO₂-Emissionen bis spätestens 2025 sinken müssen. Doch mit über 180 Unternehmen, die für 57% der globalen Emissionen verantwortlich sind, wird die Herausforderung umso größer. Das Pariser Abkommen von 2015 hat uns das Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen – idealerweise sogar auf 1,5 Grad. Es bleibt zu hoffen, dass wir diesen Weg ernsthaft beschreiten.

Was bedeutet das für uns?

Die Notwendigkeit für politische Bildung in diesem Bereich könnte nicht größer sein. Die Menschen müssen verstehen, was auf dem Spiel steht, und welche Handlungsspielräume ihnen zur Verfügung stehen. Der Workshop der ÖGPB bietet eine Plattform, um diese Themen aufzugreifen und in die Tiefe zu gehen. Dabei wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Motivation gefördert, aktiv zu werden. Die Kooperationspartnerin, die Wiener Volkshochschule Ottakring, und die Workshop-Leiterin Mag. Dr. Ines Omann, Umweltsystemwissenschafterin und ökologische Ökonomin, bringen ihr Fachwissen ein, um die Teilnehmer:innen bestmöglich zu unterstützen.

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Es ist an der Zeit, dass wir uns alle für die Klimapolitik interessieren und uns aktiv daran beteiligen. Der Workshop könnte der erste Schritt sein, um gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Denn eines ist klar: Die Klimakrise wartet nicht, und wir sollten es auch nicht tun.