Rettet die Arktis: Ein Spiel für den Planeten und die Eisbären
Heute ist der 29.06.2026, und während wir uns in den Alltag stürzen, gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Spiele – und das gleich mit einem wichtigen Thema im Gepäck: dem Klimawandel. Das Brettspiel „Rettet die Arktis“ von Marco Teubner, das 2022 das Licht der Welt erblickte, hat sich nun auch in die digitale Welt gewagt und ist jetzt als App für iPhone und iPad erhältlich. Das Spiel ist nicht nur ein Familienspaß für Kinder ab fünf Jahren, sondern unterstützt auch aktiv die Klimaforschung durch einen Teil der Erlöse. Ziemlich cool, oder?
Entwickelt wurde das Spiel in enger Zusammenarbeit mit dem renommierten Polarforscher Arved Fuchs. Im Herzen des Spiels stehen die schwindenden Eisschollen, bedrohte Eisbären und das allgegenwärtige Problem des Plastikmülls. Spieler schlüpfen in die Rollen von Helfern der Eisbären und müssen diese bei der Nahrungssuche unterstützen. Dabei ist Teamwork gefragt! Denn die Spielfiguren müssen über brüchige Eisschollen navigiert werden, während das Spielfeld durch die Züge ständig in Bewegung ist. Taktisches Geschick ist also gefragt, und das ohne erhobenen Zeigefinger – das Design fördert ein intuitives Verständnis für unser Ökosystem.
Ein digitales Abenteuer
Die digitale Fassung bleibt dem Original treu, ist jedoch speziell für Smartphones und Tablets angepasst. Ob im Solo- oder Team-Modus – bis zu vier Spieler können sich gemeinsam ins Abenteuer stürzen. Drei Schwierigkeitsgrade sowie Bestenlisten und Belohnungen sorgen für zusätzliche Motivation. Und für gerade mal 4,99 Euro im App Store bekommt man nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Stück Verantwortung für unseren Planeten.
Ein zentraler Aspekt des Spiels sind natürlich die Eisbären, die nicht nur süß aussehen, sondern auch eine wichtige Rolle im Klimaschutz spielen. Wusstet ihr, dass diese beeindruckenden Tiere bis zu 300 Kilo wiegen und über drei Meter hoch werden können? Allerdings sind sie aufgrund des Klimawandels gefährdet. Ihr Lebensraum schwindet, und das hat massive Auswirkungen auf ihr Überleben. Eisbären jagen Robben vom Packeis aus, doch der Klimawandel reduziert die Anzahl der geeigneten Packeis-Schollen und verkürzt sogar die Jagdsaison. Weniger Fettvorräte im Winter bedeuten, dass viele Eisbären in einer schlechteren Verfassung sind.
Der Kampf ums Überleben
Durch Veränderungen in ihren Lebensräumen sind die Eisbären gezwungen, neue Nahrungsquellen zu suchen. Das kann bedeuten, dass sie mehr Aas fressen oder sogar in menschliche Siedlungen eindringen, um an Nahrung zu gelangen. Solche Begegnungen sind nicht nur problematisch, sondern auch gefährlich. Die Eisbären haben Schwierigkeiten, sich an die neuen Umweltbedingungen anzupassen, obwohl sie sich über 600.000 Jahre an die Arktis gewöhnt haben. Die Jagd auf Eisbären ist ebenfalls ein ernstes Problem, jährlich fallen zwischen 600 und 800 von ihnen der Jagd zum Opfer.
Zusätzlich dringen die Erdöl- und Erdgasindustrie in die Arktis vor und zerstören die Lebensräume dieser majestätischen Tiere. Schiffe und der Tourismus bringen Unruhe in ihr empfindliches Ökosystem. Wenn wir also beim Spielen „Rettet die Arktis“ an unseren Konsolen oder Handys Spaß haben, sollten wir uns auch der Realität bewusst sein, die hinter dem Spiel steckt. Die Eisbären und ihr Lebensraum verdienen unseren Schutz, und jedes kleine Stückchen Unterstützung zählt – sei es durch ein Spiel oder durch aktives Engagement. Machen wir uns also nicht nur Gedanken über die digitale Welt, sondern auch über die Welt, die wir tatsächlich bewohnen.
