Heute ist der 25.07.2026 und die Welt ist nicht mehr die gleiche wie noch vor wenigen Jahren. Die Hitzewelle, die Ende Juni 2026 über viele Regionen hinwegrollte, war nicht nur ein weiterer warmer Sommer – sie war historisch. Experten sind sich einig, dass wir in Zukunft immer häufiger mit extremen Temperaturen rechnen müssen. Es ist, als ob das Klima uns mit jedem Jahr fest in die Zange nimmt. Treibhausgase, die wir bereits in den 70ern und 80ern als Übeltäter entlarvten, heizen das Klima weiter auf. Doch wie genau funktioniert das Ganze? Lass uns einen Blick auf die Klimamodelle werfen.

Klimamodelle sind wie die Wettervorhersage für die nächsten Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Sie simulieren die komplexen Prozesse und Wechselwirkungen des Klimasystems und erstellen Zukunftsszenarien, die auf Naturgesetzen basieren. Anders als Wettermodelle, die sich nur mit kurzfristigen Vorhersagen beschäftigen, zeigen Klimamodelle langfristige Entwicklungen. Der menschgemachte Ausstoß von Treibhausgasen spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Berichte des IPCC zeichnen ein Bild, das von ambitioniertem Klimaschutz bis hin zu einem hohen Treibhausgasausstoß reicht. Das Spektrum der möglichen Erderwärmung bis 2100 ist alarmierend: von 1,5 bis zu 4 Grad.

Die Rolle der Klimaforschung

Weltweit arbeiten verschiedene Institute an diesen Klimamodellen, die im Coupled Model Intercomparison Project (CMIP) verglichen werden. Eine interessante Wendung nahm die Forschung im Frühjahr 2026, als beschlossen wurde, Szenarien mit sehr hohen Treibhausgasausstoß nicht mehr zu berücksichtigen. Das „Worst-Case“-Szenario mit 4 Grad Erderwärmung gilt mittlerweile als statistisch nicht mehr plausibel. Klimaforscher sind sich einig: Selbst die optimistischsten Szenarien mit sehr geringen Emissionen sind inzwischen als unwahrscheinlich einzustufen. Das zeigt, wie ernst die Lage ist.

Klimamodelle sind nicht nur für die Berechnung der Erderwärmung von Bedeutung, sondern auch für die Analyse von Wetterextremen wie Starkregen und Hitzewellen. Eine Untersuchung von World Weather Attribution (WWA) bezog sich auf 22 Extremwetterereignisse im Jahr 2025 und stellte fest, dass 17 davon auf einer Erde mit Klimawandel wahrscheinlicher oder sogar stärker ausgefallen wären. Das lässt einen schon ins Grübeln kommen, oder? Was kommt als Nächstes?

Die Zukunft des Klimas

Der anthropogene Treibhauseffekt hat bereits jetzt tiefgreifende Veränderungen im Klimasystem verursacht. Modellrechnungen sind unerlässlich, um zukünftige Klimaänderungen abzubilden. Laut dem IPCC AR6/Synthesebericht 2023 wird die globale Oberflächentemperatur im Zeitraum 2081-2100 voraussichtlich zwischen 1,4 und 4,4 °C höher sein als in den Jahren 1850-1900. Wenn wir die aktuellen politischen Maßnahmen umsetzen, könnte die Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts bei 2,6 bis 2,8 °C liegen – vorausgesetzt, die Emissionen werden nicht drastisch gesenkt.

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Temperaturänderungen, die wir erleben werden, sind größer als alle natürlichen Klimaschwankungen, die wir in den letzten Jahrhunderten beobachten konnten. Es wird sogar erwartet, dass sich die Temperatur um etwa 0,25 °C pro Dekade für die nächsten 30 Jahre erhöht, wenn wir so weitermachen wie bisher. Und selbst wenn wir es schaffen sollten, die Treibhausgaskonzentrationen zu stabilisieren, wird sich das Klima über das 21. Jahrhundert hinaus weiter verändern. Das CO2, das wir in die Atmosphäre pusten, bleibt dort für Hunderte bis Tausende von Jahren und trägt so weiter zum Klimawandel bei.

Meeresspiegel und Extremwetter

Der Anstieg des Meeresspiegels ist ein weiteres besorgniserregendes Thema. Seit 1970 ist der menschengemachte Klimawandel die Hauptursache für den Anstieg des Meeresspiegels. Die neuesten Daten zeigen, dass wir den höchsten globalen Meeresspiegel seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1993 erreicht haben. Der Anstieg des Meeresspiegels lag zwischen 3,3 mm/Jahr (1993-2018) und 4,7 mm/Jahr (2015-2024). IPCC-Prognosen deuten darauf hin, dass wir bis 2100 einen Anstieg von 28 bis 55 cm bei geringen Emissionen und von 63 bis 101 cm bei hohen Emissionen zu erwarten haben.

Die Arktis erwärmt sich schneller als der globale Durchschnitt – ein Phänomen, das als „arktische Verstärkung“ bekannt ist. Das Meereis in der Arktis hat seit 1979 erheblich abgenommen, insbesondere im September. Diese Veränderungen und die zunehmende Häufigkeit von Starkniederschlägen sind nicht nur Zahlen in einem Bericht; sie beeinflussen unser tägliches Leben und die Umwelt, in der wir leben.