Heute ist der 25.05.2026. Wenn man sich die aktuellen Entwicklungen im Heizungsmarkt anschaut, wird schnell klar: Wärmepumpen sind auf dem Vormarsch! Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) hat in Zusammenarbeit mit Unternehmen im Markt für DX-Raumklimageräte die Verkaufszahlen der Außeneinheiten mit Wärmepumpenfunktion genau im Blick. Die letzten Erhebungen zeigen, dass die Nachfrage nach diesen Geräten, die sowohl heizen als auch kühlen können, kontinuierlich steigt. Und hey, das ist nicht nur ein Trend, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Erreichung unserer Klimaziele – besonders in heißen Sommern, wo die Geräte wirklich zum Einsatz kommen!
Seit 2018 werden die Verkaufszahlen von Raumklimageräten und Luft/Luft-Wärmepumpen regelmäßig dokumentiert. 2020 war der absolute Höhepunkt mit über 330.000 verkauften Geräten. Nach einem kleinen Dämpfer bis 2023 zeigt der Markt seit 2024 wieder aufsteigende Verkaufszahlen und das soll auch 2025 so weitergehen. Ein weiterer interessanter Aspekt: Die steigenden Preise für fossile Energieträger treiben die Nutzung von Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen kräftig an.
Wärmepumpen vs. Gasheizungen
Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland bereits 139.500 Wärmepumpen installiert – ein gewaltiger Anstieg von 55 % im Vergleich zum Vorjahr! Damit haben die Wärmepumpen sogar die Gasheizungen von der Spitze der Verkaufszahlen verdrängt. Diese entwickelten sich im gleichen Zeitraum rückläufig und fielen um satte 41 % auf 132.500 Anlagen. Ölheizungen sind noch drastischer betroffen und sanken um 81 % auf nur 10.500 Geräte. Es ist fast schon verblüffend, wie viele Hauseigentümer mittlerweile die Vorteile der Wärmepumpe erkennen, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kosteneffizient ist – selbst in Bestandsgebäuden.
Doch die Zahlen zeigen auch, dass Deutschland im europäischen Vergleich noch Luft nach oben hat. Mit 54 Wärmepumpen pro 1.000 Haushalte liegen wir klar unter dem Durchschnitt. Zum Vergleich: In Norwegen sind es 632 pro 1.000 Haushalte! Dennoch, die Experten sind sich einig: Die Wärmepumpe ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das ist ein gutes Zeichen für die Wärmewende.
Der europäische Wärmepumpenmarkt
<pAuch auf europäischer Ebene zeigt sich ein Aufwärtstrend, auch wenn es 2024 kurzzeitig zu einem Rückgang kam. Insgesamt wurden rund 2,83 Millionen Wärmepumpen verkauft, was einem Anstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aber nicht alles läuft glatt: In Deutschland gab es im gleichen Jahr einen Rückgang auf 229.200 verkaufte Wärmepumpen – das sind fast 48 % weniger als im Jahr 2023. Frankreich hingegen führt die Liste der Verkaufszahlen mit 546.900 Wärmepumpen an, gefolgt von Italien mit 348.400. Irgendwie ironisch, oder? Deutschland, das Land der Ingenieure, fällt zurück, während andere Länder voranpreschen.
Was die wirtschaftlichen Auswirkungen angeht, so hat jede neu installierte Wärmepumpe einen bemerkenswerten Wert von etwa 16.000 Euro für die deutsche Wirtschaft. Das kommt Handwerksbetrieben und Herstellern zugute und reduziert zudem die Abflüsse von Geldern ins Ausland um etwa 5 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Zahlen sprechen für sich und zeigen, dass die Wärmepumpen nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch relevant sind.
Die Herausforderung bleibt jedoch, die Planungssicherheit und stabile politische Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Übergang zu erneuerbaren Heizsystemen weiter voranzutreiben. Der Markt für Wärmepumpen beschäftigt bereits rund 70.000 Menschen in der Industrie und viele mehr im Handwerk und bei Energieversorgern. Das ist eine echte Chance für die Zukunft!