Heute ist der 24.04.2026. Die Warnungen der Weltwetterorganisation (WMO) sind nicht zu überhören: Ein starkes El Niño kündigt sich an, und die globalen Temperaturen könnten durch dieses Klimaereignis in die Höhe schnellen. Erste Anzeichen zeigen sich bereits durch die rapide steigenden Temperaturen der Meeresoberfläche im äquatorialen Pazifik. Wilfran Moufouma Okia, Leiter der WMO-Abteilung für Klimavorhersagen, macht deutlich, dass die Auswirkungen des El Niño möglicherweise schon ab Mai spürbar werden könnten.
Die WMO prognostiziert, dass das Jahr 2024 das heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte, mit einer globalen Durchschnittstemperatur von etwa 1,55 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die bisherigen Berechnungsmodelle deuten auf einen starken El Niño hin, obwohl die Frühjahrsmonate traditionell eine Herausforderung für präzise Vorhersagen darstellen. Ab Mai rechnen die Experten jedoch mit einer höheren Stabilität, die genauere Prognosen ermöglichen könnte.
Die globalen Auswirkungen von El Niño
El Niño, dieses natürliche Klimaphänomen, tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und kann massive Auswirkungen auf das Wettergeschehen weltweit haben. In einigen Regionen, wie Teilen Afrikas, Südamerikas und dem Horn von Afrika, sind schwere Regenfälle zu erwarten. Im Gegensatz dazu drohen Dürren in Australien und Indonesien. Besonders besorgniserregend ist, dass El Niño die globalen Temperaturen weiter ansteigen lassen könnte, was in Kombination mit den bereits spürbaren Folgen des Klimawandels zu extremen Wetterereignissen führen kann.
Die WMO hebt hervor, dass die Vorhersagen für die kommenden Monate auf eine „nahezu globale Dominanz von überdurchschnittlichen Landoberflächentemperaturen“ hinweisen. Diese Entwicklung könnte vor allem Regionen wie Südnordamerika, Zentraleuropa und Nordafrika betreffen. Die Regenmuster werden regional variieren, was für die Landwirtschaft und andere klimaabhängige Sektoren von enormer Bedeutung ist.
Vorbereitung auf das Ungewisse
Es ist wichtig, sich auf die möglichen Folgen von El Niño vorzubereiten. Die klimatischen Veränderungen erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen den nationalen meteorologischen Diensten und den regionalen Klimavorhersageforen, um rechtzeitig auf drohende Gefahren reagieren zu können. Die WMO wird in den kommenden Monaten weitere Updates zu El Niño und La Niña bereitstellen, um den betroffenen Regionen die nötige Orientierung zu geben.
Experten warnen jedoch vor voreiligen Prognosen. Daniela Matei betont, dass belastbare Einschätzungen erst in einigen Monaten möglich sind. Die NOAA bezeichnet die Stärke eines möglichen El Niño als „sehr unsicher“. Dennoch ist klar, dass die Auswirkungen weitreichend sein könnten. Ein starker El Niño könnte die bereits erhöhten globalen Temperaturen verstärken und zu Hitzewellen, Dürren und Waldbränden führen.
Die Herausforderung für Europa
Doch nicht nur die tropischen Regionen sind betroffen. Auch Europa könnte indirekte Folgen spüren, wie Kälteeinbrüche im Winter oder stärkere Hitzebelastungen im Sommer. Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch Ernteausfälle und Dürren könnten die Märkte stark beeinflussen und die Preise in die Höhe treiben.
Eine Sache ist gewiss: Gegen El Niño selbst können wir nichts unternehmen, aber wir können Maßnahmen gegen die Erderwärmung ergreifen. Es liegt an uns, den Herausforderungen des Klimawandels mit Entschlossenheit und Kreativität zu begegnen.
Für weiterführende Informationen über die aktuellen Entwicklungen und Prognosen zu El Niño und dessen Auswirkungen, empfehlen wir die Artikel von Stern und WMO.