Wälder der Hoffnung: Gemeinsam für 700.000 neue Bäume in Hessen
Heute ist der 25.06.2026 und während die Sonne über den Wäldern von Hessen aufgeht, gibt es einen Grund zur Freude: Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat in den letzten drei Jahren rund 70.000 Bäume gepflanzt! Das Ziel der Aktion „700.000 Bäume in sieben Jahren“ scheint greifbarer denn je, auch wenn noch viele Bäume fehlen. Bischöfin Beate Hofmann zieht eine erste Bilanz und zeigt sich optimistisch.
Doch es geht nicht nur um Zahlen und Statistiken. Vielmehr ist es das Bewusstsein für den Schutz der Wälder, das hier geschärft werden soll. Die EKKW möchte die Menschen für die Herausforderungen des Klimawandels sensibilisieren. Bäume sind nicht nur grüne Lungen unseres Planeten, sie sind auch Lebensräume, Rückzugsorte und ein Stück Heimat. Deshalb ist es so wichtig, eine persönliche Beziehung zum Wald zu fördern. Die Pflanzaktionen werden in vielen Kirchengemeinden zu besonderen Anlässen organisiert – sei es bei Taufen, Konfirmationen oder Jubiläen. Das bringt frischen Wind und ein Stück Gemeinschaft in die Sache.
Vielfalt der Baumarten und Engagement vor Ort
Gepflanzt werden klimaangepasste Baumarten – darunter Elsbeeren, Bergahorn und Traubeneichen. Diese sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch bestens für die Region geeignet. Die Flächen, auf denen die Bäume wachsen, stammen sowohl von Hessen-Forst als auch von privaten und kirchlichen Grundstücken. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Klosterwald Schlüchtern im Kirchenkreis Kinzigtal, wo dank großzügiger Spenden neue Bäume sprießen.
In Nidderau etwa gibt es einen Taufwald, der den neuen Erdenbürgern als grünes Erbe gewidmet wird. Und in Willingen, da beteiligt sich eine Kita jährlich am Tag des Waldes. Man kann sich vorstellen, wie die kleinen Hände mit Erde beschmiert sind, während sie die Setzlinge in die fruchtbare Erde drücken. Das ist echte Bildung in der Natur!
Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Gemeinschaft
Die EKKW hat strategische Partnerschaften geschlossen – mit dem Landesbetrieb Hessen Forst, dem Hessischen Waldbesitzerverband und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Diese Zusammenarbeit ist essenziell. Mitarbeitende von Hessen-Forst sind nicht nur bei Pflanzaktionen dabei, sie bieten auch waldpädagogische Fortbildungen an. Das stärkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch das Wissen über unseren wertvollen Wald.
Die Landeskirche stellt personelle Ressourcen bereit, verwaltet Spenden und unterstützt die Ehrenamtlichen vor Ort. Kirchengemeinden bringen eigene Mittel ein, und so entsteht ein starkes Netzwerk, das sich für den Klimaschutz engagiert. Jeder, der möchte, kann Teil dieser Bewegung werden: Kirchengemeinden, Konfirmandengruppen, Kitas, Schulklassen, Umweltgruppen und Einzelpersonen – alle sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.
Diese Aktion ist außerdem inspiriert von Joseph Beuys‘ „7.000 Eichen“ zur documenta 7 im Jahr 1982 in Kassel. Ein wunderbarer Gedanke, der zeigt, wie Kunst und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen können. Bäume pflanzen ist nicht nur ein physischer Akt, sondern auch ein Zeichen für Hoffnung und eine nachhaltige Zukunft.
Für alle, die mehr erfahren möchten, gibt es auf kircheundklima.de weitere spannende Informationen zu Projekten rund um das Thema. Die Möglichkeit, aktiv zu werden, war noch nie so greifbar! Es liegt an uns, uns für die Zukunft unserer Wälder einzusetzen, denn jeder Baum zählt – und das nicht nur im übertragenen Sinne.
