Die Klimabewegung in Nordrhein-Westfalen ist in Aufruhr. Aktivisten der Gruppe Ende Gelände haben eindringlich angekündigt, sich gegen den Neubau von Gaskraftwerken zur Wehr zu setzen. Am Freitag ist der große Hauptaktionstag geplant. Dies ist nicht nur ein Protest gegen klimaschädliches Gas, sondern auch eine klare Ansage an die Bundesregierung, die mit ihren Plänen für neue Gaskraftwerke tief in die Kiste der fossilen Brennstoffe greift. Die Sprecherin der Aktivisten betont, dass man diesen Gasplänen nicht tatenlos zusehen werde. Es ist eine Bewegung, die sich auf die Wurzeln früherer Blockadeaktionen in Braunkohlegruben und LNG-Terminals stützt und ein starkes Signal senden will.

Im Lippepark, nahe eines RWE-Gaskraftwerks, campieren seit Mittwoch unermüdliche Klimaschützer. Bis Donnerstagnachmittag haben sich bereits 1200 Teilnehmer versammelt. Ein wahrlich starkes Zeichen für die Mobilisierung! Am Samstag folgt dann eine große Kundgebung unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Gemeinsam für die Energiewende“. Organisiert von namhaften Gruppen wie Fridays for Future, BUND, Campact und Greenpeace, wird mit mehreren Tausend Teilnehmern gerechnet. Der Druck wächst, und das ist gut so.

Ein Aufschrei gegen die Energiepolitik

Doch das ist nicht nur ein lokales Phänomen. Fridays for Future hat sich in der gesamten Bundesrepublik lautstark zu Wort gemeldet. Sie rufen zu Protesten gegen den Kurswechsel der Bundesregierung in der Klimapolitik auf. Die Pläne, den Ausbau erneuerbarer Energien zurückzunehmen und neue Gaskraftwerke zu bauen, sorgen für Aufregung. Mit dem Motto #ExitGasEnterFuture mobilisieren sie in über 70 Städten, Teil einer weltweiten Aktionswoche in fast 100 Ländern. Das zeigt, wie breit gefächert die Bewegung mittlerweile ist!

Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat mit ihrer Ankündigung, neue Gaskraftwerke zu fördern, für reichlich Zündstoff gesorgt. Sie argumentiert, dass dies aus Gründen der Netzsicherheit und Strompreispolitik notwendig sei. Carla Reemtsma von Fridays for Future bleibt dabei nicht untätig und kritisiert die Regierung für die Verunsicherung der Bürger und das Stimmungsbild gegen den Klimaschutz, das dadurch entsteht. Ihre Worte haben Gewicht, denn die Ursprünge dieser Bewegung reichen bis zum Schulstreik von Greta Thunberg im Jahr 2018 zurück. Damals waren es 1,4 Millionen Menschen in Deutschland, die am 20. September 2019 auf die Straße gingen. Doch die aktuellen Zahlen sind ernüchternd: 75.000 Menschen im September 2024. Die Krisen wie der Ukrainekrieg und die Pandemie haben ihre Spuren hinterlassen.

Der Drang nach Veränderung

Trotz sinkender Teilnehmerzahlen bleibt die Bewegung ein einflussreicher Akteur in der Gesellschaft. Initiativen wie „Grandparents for Future“ und „Scientists for Future“ zeigen, dass die Diversifizierung der Bewegung voranschreitet. Und sie sind nicht allein. Bei einer der letzten Demonstrationen in mehreren Städten Deutschlands waren mehr als 80.000 Menschen dabei — ein beeindruckendes Zeichen, auch wenn die Polizei deutlich geringere Zahlen angibt. Klimaaktivistin Luisa Neubauer bezeichnete diese Demonstrationen als „riesigen Erfolg“ und übt scharfe Kritik an der Bundesregierung, die ihrer Meinung nach die Energiewende blockiert.

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Die Forderungen sind klar: Ein Umstieg auf erneuerbare Energien ist unabdingbar! Christoph Bautz von Campact fordert eine zukunftsfähige Energieversorgung durch erneuerbare Energien sowie bessere Netze und Großspeicher. Es ist ein Appell für die Zukunft, für eine Welt, die nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängt. Der Kampf um das Klima ist längst kein isoliertes Thema mehr; er ist ein kollektives Anliegen, das alle betrifft.