Am 9. Juni 2026 wird der Maxplatz in Bamberg zum Schauplatz eines besonderen Events: Unter dem Motto „Deutschland trennt“ wird ein Live-Event zur Mülltrennung stattfinden. Von 10 Uhr bis 13.30 Uhr haben alle Interessierten die Gelegenheit, sich über die richtige Mülltrennung zu informieren und mehr über Recycling und nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu erfahren. Organisiert wird die Veranstaltung von der Abfallwirtschaft der Stadt Bamberg in Zusammenarbeit mit den dualen Systemen. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Motivation geschaffen, um Fehlwürfe zu vermeiden – denn etwa 30% der Abfälle in den Gelben Säcken und Tonnen sind schließlich nicht recycelbar. Das sind zum Beispiel Windeln, Staubsaugerbeutel oder Lebensmittelreste. Unglaublich, oder?
Diese Fehlwürfe stellen eine echte Herausforderung für das Recycling dar, denn sie erschweren die Wiederverwertung gebrauchter Verpackungen enorm. Zum Glück stehen Fachleute vor Ort bereit, um alle Fragen zu beantworten – sei es zu lokalen Besonderheiten oder allgemeinen Tipps zur Mülltrennung. Und das Beste: Das Maskottchen „TRENN-BÄR“ wird ebenfalls anwesend sein! Der Bär wird auf spielerische Weise testen, wie gut die Besucher im Mülltrennen sind. So wird Lernen zum Erlebnis!
Ein bundesweites Engagement für die Umwelt
Die Aktion „Deutschland trennt“ läuft vom 6. bis 21. Juni 2026 und bietet über 500 Live-Events deutschlandweit an. Auch 13 Handelspartner sind mit von der Partie und informieren in rund 13.700 Märkten über die richtige Entsorgung gebrauchter Verpackungen. Dies alles geschieht im Rahmen der Initiative „Mülltrennung wirkt“, die sich der Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung verschrieben hat. Laut einer Studie des Öko-Instituts werden in Deutschland jährlich über 4 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe durch Verpackungsrecycling gewonnen. Das ist nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaft!
Die Abfallwirtschaft in Deutschland hat sich seit den 1970er Jahren enorm weiterentwickelt. Vom Fokus auf die Beseitigung von Abfällen hin zur Kreislaufwirtschaft, die die Schonung natürlicher Ressourcen und umweltverträgliche Abfallbewirtschaftung zum Ziel hat. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Ressourceneffizienz. Die fünfstufige Abfallhierarchie – von der Abfallvermeidung über die Wiederverwendung bis hin zur Beseitigung – zeigt, wie wichtig es ist, Abfälle getrennt zu sammeln, um deren stoffliche Potenziale optimal zu nutzen.
Gesetzliche Rahmenbedingungen und technische Entwicklungen
Die getrennte Sammlung von Abfällen ist seit 2015 gesetzlich vorgeschrieben. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) legt fest, dass Altpapier, Altglas, Kunststoffabfälle und Bioabfälle separiert erfasst werden müssen. Auch Elektrogeräte und Altbatterien fallen unter spezielle Regelungen. Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen sind entscheidend, um die Qualität der Recyclingprozesse zu gewährleisten und das Netto-Abfallaufkommen von etwa 350 Millionen Tonnen jährlich effizient zu managen. Darunter machen Bau- und Abbruchabfälle erstaunliche 60% aus, während Siedlungsabfälle etwa 14% ausmachen. Bei gefährlichen Abfällen, auch Sonderabfälle genannt, liegt der Anteil bei rund 5%.
Das Umweltbundesamt (UBA) spielt eine wichtige Rolle in der Weiterentwicklung hochwertiger Entsorgungsverfahren und fördert den Technologietransfer. Mit einer Anlaufstelle für grenzüberschreitende Abfallverbringungen sorgt das UBA dafür, dass Informationen fließen und Behörden sowie die Wirtschaft die nötige Unterstützung erhalten. Das Ziel ist klar: eine nachhaltige und umweltfreundliche Abfallwirtschaft, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch das Klima schützt.
Für alle, die mehr über die Mülltrennung erfahren möchten, stehen zahlreiche Informationen und Lehrmaterialien auf der Webseite www.mülltrennung.wirkt.de zur Verfügung. Nutzen Sie die Gelegenheit, am 9. Juni in Bamberg vorbeizuschauen und gemeinsam einen Schritt in Richtung einer besseren Abfallwirtschaft zu gehen!